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Verwirrter Mann löste Grosseinsatz der Polizei aus

Schüsse, Scharfschützen, Helikopter: Am Dienstagnachmittag hielt ein Mann in Gurzelen stundenlang die Einsatzkräfte der Polizei in Atem.

Gurzelen ist eigentlich ein ruhiges und beschauliches Dorf im Gürbetal. Doch am Dienstagnachmittag herrschte in der 800-Seelen-Gemeinde plötzlich der Ausnahmezustand. Alles begann um etwa 14 Uhr mit der Ankunft einer Ambulanz bei einem Bauernhaus zwischen Gurzelen und dem Nachbardorf Forst. Kurze Zeit später traf die Spezialeinheit Enzian mit mehreren Scharfschützen im Weiler ein. Der Parkplatz des Mehrzweckgebäudes wurde kurzerhand zur Polizei-Einsatzzentrale. «Als ich nach Hause kam, standen plötzlich mehrere Scharfschützen vor meinem Haus», sagte eine unmittelbare Nachbarin.

Es wurden auch Schüsse gehört: «Meine Tochter war bei einem benachbarten Bauern und hat am Nachmittag mehrere Schüsse gehört», sagte eine Anwohnerin. Der Grund für den Grosseinsatz war ein Mann aus der Region, der androhte, sich etwas anzutun.

Strasse wurde gesperrt

Bald gab es kein Durchkommen mehr: Die Polizei sperrte die Verbindungsstrasse zwischen Gurzelen und Obergurzelen ab. «Unsere Kunden wurden von der Polizei abgefangen und mussten über einen anderen Weg zu unserem Hof fahren», sagte eine Anwohnerin. Auch ein Teil des nahegelegenen Waldes wurde stundenlang von schwer bewaffneten Mitgliedern der Polizeispezialeinheit Enzian durchkämmt . Dann kreiste plötzlich sogar ein Polizeihelikopter über dem Gebiet. Dieser landete einige Male auf einem nahegelegenen Hügel.

«Um 18 Uhr hörte ich einen Polizisten zum andern sagen, dass sie Zugriff auf den Mann hätten», sagte eine Nachbarin. Besorgte Anwohner riefen mehrmals bei der Gemeinde an und versuchten Informationen zum Einsatz zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Die Polizei bestätigt am Mittwoch lediglich den Einsatz: «Wir konnten am Dienstag einen Mann anhalten, der sich selber gefährdet hatte. Wir wiesen ihn danach unverletzt in eine geeignete Institution ein. Beim Grosseinsatz wurde niemand verletzt und es bestand keine Gefahr für Dritte», sagte Polizeisprecher Christoph Gnägi auf Anfrage. Warum die Polizei mit einem so massiven Aufgebot einschritt, dazu wollte sich Gnägi nicht äussern.

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