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Verkehr konkurrenziert den Luchs

Für das «Rehprojekt Simmental» erforscht ein Team seit zwei Jahren den Einfluss des Luchses auf die Rehpopulation. 2012 riss der Luchs 98 Rehe, 2026 starben durch den Auto- und den Bahnverkehr.

Dieses Reh wurde mit einem Sender versehen und wird nun von den Studierenden der Universität Zürich beobachtet.
Dieses Reh wurde mit einem Sender versehen und wird nun von den Studierenden der Universität Zürich beobachtet.
zvg

Seit rund zwei Jahren erforschen Benedikt Gehr von der Universität Zürich und sein Team nun die Rehpopulation im Simmental. Er will genau wissen, wie sich das Dasein des Luchses auf seine Beute, unter anderen die Rehe, auswirkt. «Rund 143 Tiere wurden in unserer Studienzeit markiert, 74 davon sind Rehkitze», erzählt der Doktorand des Instituts für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften. «Unsere Studie untersucht nicht nur die direkten Effekte des Luchses auf das Reh, sondern auch das Antiprädationsverhalten», erklärt er weiter. «So wollen wir zum Beispiel wissen, ob das Reh beim Fressen den Kopf öfters anhebt als normal, um die Umgebung abzusuchen, ob es sich an Orten aufhält, wo es vor dem Luchs sicherer ist, oder ob es seine Nacht- und Tagesaktivität dem Luchs angepasst hat.»

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