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Trotz Einsprachen Baustart im Spätsommer?

Am ehemaligen Hauptsitz der Zeugen Jehovas am Ulmenweg entsteht eine neue Wohnüberbauung. Gegen das Vorhaben gingen bei der Stadt Thun eine Einsprache und zwei Rechtsverwahrungen ein.

Die neue Wohnüberbauung am Ulmenweg in Thun: So wie auf dieser Computervisualisierung soll sie dereinst aussehen. Der Baustart ist für den Spätsommer vorgesehen, der Einzug der ersten Mieter und Wohnungsbesitzer für Ende 2014.
Die neue Wohnüberbauung am Ulmenweg in Thun: So wie auf dieser Computervisualisierung soll sie dereinst aussehen. Der Baustart ist für den Spätsommer vorgesehen, der Einzug der ersten Mieter und Wohnungsbesitzer für Ende 2014.
zvg

Mit Einsprachen rechneten die Bauherren eigentlich nicht. Für sie ist klar, dass die Wohnüberbauung am Ulmenweg in Thun das Gebiet deutlich aufwertet. Denn: Wo das Grundstück heute mit dem ehemaligen Hauptsitz inklusive Druckerei der Zeugen Jehovas fast komplett überbaut ist, wird deutlich mehr abgebrochen als wieder aufgebaut (wir berichteten). Entstehen sollen 44 Wohnungen in 4 Mehrfamilienhäusern – und rundherum viel Grünfläche. Trotzdem muss die Ulmenweg 45 GmbH jetzt eine Zusatzschleife einlegen. «Bei uns sind eine Einsprache und zwei Rechtsverwahrungen von Privatleuten eingegangen», sagt Thuns Bauinspektor Rudolf Tschan auf Anfrage. Zum Inhalt der Eingaben macht er keine Angaben. Klar ist: Die Bauherrschaft hat die Unterlagen erhalten und kann dazu Stellung nehmen. Allenfalls werden laut Tschan zu einem späteren Zeitpunkt Einspracheverhandlungen durchgeführt.

«Im direkten Kontakt»

Der Unternehmer Carl Ulrich Mayer von der Ulmenweg 45 GmbH konnte die Eingaben zum Baugesuch bereits sichten. In der Einsprache gehe es um die Bepflanzung, die geplante Unterflur-Abfallsammelstelle und darum, ob durch die Überbauung Mehrverkehr entstehe. «Die Strasse wird nicht verbreitert, es gibt nicht mehr Verkehr», kann Mayer beruhigen. Die Bepflanzung werde zudem mit normalen, ortstypischen Gewächsen vorgenommen. Die Unterflursammelstelle wiederum sei eine Vorgabe der Stadt Thun, und man werde – wie bereits bei der Informationsveranstaltung vom 27.Februar erörtert – streng darauf achten, dass von dieser Anlage «sowohl emissionmässig als auch ästhetisch keine Nachteile ausgehen».

Über die Einsprache werde letztlich die Baubehörde entscheiden. Aber: «Da es sich nicht um fundamentale Dinge handelt, denke ich, dass wir sie im direkten Kontakt mit dem Einsprecher und dem Bauinspektorat klären können», zeigt sich Mayer zuversichtlich.

26-Millionen-Projekt

Er hoffe deshalb, dass der Zeitplan nicht in Verzug gerät – zumal ja zuerst die bestehenden Gebäude abgebrochen werden müssten. Die definitive Abbruchbewilligung steht noch aus, Altlasten seien auf dem Gelände jedoch keine gefunden worden. Vorgesehen ist im besten Fall ein Baustart im Spätsommer und ein Einzug der ersten Mieter und Wohnungsbesitzer gegen Ende 2014.

Die vier geplanten Mehrfamilienhäuser haben jeweils drei Geschosse plus Attika. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 26 Millionen Franken. Vorgesehen sind je zur Hälfte Miet- und Kaufwohnungen – und zwar mehrheitlich mit 3 oder 4 Zimmern (einzelne mit 2 Zimmern).

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