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Thun will vom St. Galler Fiasko lernen

Die Probleme rund um die AFG-Arena in St.Gallen haben die Betreiber des neuen Thuner Stadions aufhorchen lassen. Dessen Strukturen sind fast identisch mit jenen, die in der Ostschweiz versagten.

10 Millionen Franken bezahlen private Geldgeber, die Banken verzichten auf weitere 4,7 Millionen. So wurde letzte Woche der Konkurs der Betriebs-AG der St.Galler AFG-Arena und damit des Fussballklubs abgewendet.

Die Ereignisse rund um die AFG-Arena haben Wellen geworfen bis nach Thun. Ab nächstem Sommer soll der FC Thun hier, im neuen, 10'000 Zuschauer fassenden Stadion Thun-Süd, Fussball spielen. Die Misere in der Ostschweiz hat die designierten Thuner Stadionbetreiber aufhorchen lassen. «Wir überlegen uns, wie wir die Strukturen anpassen müssen, um solche Probleme zu vermeiden», sagt Alain Kappeler. Der 40-Jährige ist seit Anfang August Geschäftsführer der Stadion Thun AG (STAG), die das Stadion betreiben wird. Derzeit gleicht das Gebilde in Thun jenem, das in St.Gallen beinahe ins Verderben geführt hätte. Die Bauherrin HRS übergibt das Stadion nach der Fertigstellung an die Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd. Diese ist danach die Eigentümerin der Arena. Die STAG als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Genossenschaft soll die Spielstätte möglichst gewinnbringend betreiben, der Genossenschaft Stadionmiete und einen Baurechtszins bezahlen und für weitere Aufwendungen aufkommen. Was die Stadion AG darüber hinaus erwirtschaftet, wird an die FC Thun AG gehen, die den Spielbetrieb der ersten Mannschaft und der U-21-Equipe sicherstellt.

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