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Thun und die Macht der Frauen

750 Jahre Stadtrechte: Am 12. März wird das Jubiläumsjahr in Thun offiziell eröffnet. Gestern orientierte der eigens dafür gegründete Verein, wie die zahlreichen Festivitäten aussehen werden – und warum Elisabeth von Kyburg so wichtig ist.

Alles dreht sich um Elisabeth von Kyburg: Im Stadtratssaal Thun orientierten (v.l.) Stadtschreiber Bruno Huwyler, Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Stadtpräsident Raphael Lanz, Laiendarstellerin Sandra Kummer alias Gräfin Elisabeth von Kyburg (auch im Bild, rechts) und Geschäftsführerin Barbara Frantzen gestern über die geplanten Festivitäten.
Alles dreht sich um Elisabeth von Kyburg: Im Stadtratssaal Thun orientierten (v.l.) Stadtschreiber Bruno Huwyler, Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Stadtpräsident Raphael Lanz, Laiendarstellerin Sandra Kummer alias Gräfin Elisabeth von Kyburg (auch im Bild, rechts) und Geschäftsführerin Barbara Frantzen gestern über die geplanten Festivitäten.
Markus Hubacher

Es war ein Moment der Macht, den die wohl ehrgeizige und eben verwitwete Elisabeth von Kyburg, geborene von Chalons, nutzte: Am 12.März 1264 verlieh sie während ihres kurzen Interregnums Thun die Stadtrechte – umschrieben auf einer pergamentenen Handfeste und mit einem Siegel versehen, das eines der wenigen erhaltenen Bildnisse der Elisabeth von Kyburg zeigt. Als sie wenige Wochen später den ersehnten Stammhalter gebar, schien ihre Macht gesichert; doch der Knabe starb kurz nach der Geburt – und Elisabeth von Kyburg verbrachte die verbleibenden 11 Jahre ihres Lebens im Franziskanerkloster Freiburg.

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