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Thun sieht Potenzial für Gemeindefusionen

In der Region gibt es nach Ansicht des Thuner Gemeinderates durchaus Potenzial für Gemeindezusammenschlüsse. Doch übers Knie brechen lasse sich die Sache nicht, wie der Gemeinderat in einer Antwort auf eine Interpellation der SVP-Fraktion schreibt.

Thun aus der Vogelperspektive - doch die Stadt könne Fusionen nicht aktiv angehen, sagt der Gemeinderat.
Thun aus der Vogelperspektive - doch die Stadt könne Fusionen nicht aktiv angehen, sagt der Gemeinderat.
Miriam Schild

Als grösste und gleichzeitig städtische Gemeinde in einer eher ländlichen Umgebung könne es nicht die Aufgabe der Stadt Thun sein, Fusionen aktiv anzugehen und damit die Nachbargemeinden zu brüskieren. Der Gemeinderat verweist in seiner Antwort auf die bereits bestehenden, vielfältigen Zusammenarbeitsformen mit Gemeinden in der Region. Grundsätzlich sei die Stadtregierung aber auch sehr offen gegenüber allfälligen Fusionsabsichten.

Die Gründe für Gemeindefusionen sind mannigfaltig. Gerade kleinere Gemeinden haben oft Schwierigkeiten, ihre Ämter zu besetzen, ihre Schulstandorte sind gefährdet und um die Gemeindefinanzen steht es schlecht. Auch der zunehmend knapper werdende Boden kann eine Fusion sinnvoll erscheinen lassen. Nach Ansicht des Thuner Gemeinderates ist es beispielsweise wenig sinnvoll, wenn jede Gemeinde auf ihrem Gebiet versucht, alle Nutzungsarten unterzubringen. Bei einer Fusion könne in grösseren Räumen gedacht werden.

Nicht mehr Geld vom Kanton

Keine positiven Auswirkungen hätte eine Fusion von Thun mit grösseren Nachbargemeinden aber auf die Zentrumslasten, wie der Thuner Gemeinderat weiter schreibt. Im Rahmen des Finanz- und Lastenausgleichs erhalten die Städte im Kanton Bern eine Pauschale für ihre Zentrumsfunktionen.

Wenn nun alle Gemeinden des Verwaltungskreises Thun fusionierten, würde die Abgeltung sogar wegfallen, befürchtet die Stadtregierung. Denn dann gäbe es gar kein Zentrum mehr von dessen Infrastruktur die Agglomerationsgemeinden profitierten. Vielmehr würden in einem solchen Fall alle Leistungen innerhalb derselben Gemeinde erbracht.

SDA/tan

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