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Thun feiert mit vielfältigem Programm 750 Jahre Stadtrechte

Mit zahlreichen Veranstaltungen feiert die Stadt Thun dieses Jahr den Erhalt der Stadtrechte vor 750 Jahre.

Sandra Kummer als Gräfin Elisabeth von Kyburg.
Sandra Kummer als Gräfin Elisabeth von Kyburg.
zvg

Mit zahlreichen Veranstaltungen feiert die Stadt Thun dieses Jahr den Erhalt der Stadtrechte vor 750 Jahre. Dass mit Gräfin Elisabeth von Kyburg eine Frau diese Rechte verlieh, soll während den Feierlichkeiten gebührend gewürdigt werden.

So will die Stadt Thun die Gräfin im Verlauf dieses Jahres sozusagen wieder auferstehen lassen: Geplant ist, dass die Laienschauspielerin Sandra Kummer als Elisabeth von Kyburg immer wieder in Erscheinung tritt.

Der «Thuner Sonderfall»

Am 12. März 1264 verlieh die Gräfin auf einem Pergament Vertretern der Ortschaft am Thunersee die Stadtrechte. Dass eine Frau eine solche Handlung ausgeführt habe, sei einzigartig und ein «Thuner Sonderfall», steht in einer Mitteilung der Stadt Thun vom Mittwoch.

Ausschliesslich Frauen bilden nun die Geschäftsleitung des Vereins 750 Jahre Thuner Stadtrechte, welcher das Jubiläumsprogramm organisiert. Und am 25. Oktober erhalten alle Frauen mit dem Namen Elisabeth in Thun besondere Privilegien. Sie werden in Geschäften bevorzugt behandelt und besuchen gratis kulturelle Angebote.

Schliesslich wird im August auch ein neuer Kongress namens «Eventum» durchgeführt. Er soll «besondere Momente von Frauenpower» festhalten. Schliesslich habe auch Gräfin Elisabeth vor 750 Jahren «ihren Moment der Macht» benutzt, um Thun die Stadtrechte zu übergeben.

Am Kongress teilnehmen werde unter anderen BKW-Chefin Suzanne Thoma und OL-Läuferin Simone Niggli-Luder.

Auftakt mit Festakt am 12. März

Die Jubiläumsfeierlichkeiten starten exakt 750 Jahre nach der Übergabe der Stadtrechte mit einem Jubiläumsakt am 12. März. Auf dem Rathausplatz wird die Übergabe der Handschrift theatralisch nachgestellt und ein Thuner Weg mit elf Stelen wird eröffnet.

Auf den Stelen werden Fotos von früher mit Aufnahmen von heute kombiniert. Auch wird der «Gräfin Elisabeth von Kyburg-Platz» eingeweiht.

Am 25. April starten in der Altstadt die Vorführungen der Licht- und Toninszenierung «Rendezvous Thun». Für die Inszenierung zeichnet dasselbe Team verantwortlich, das in den letzten Jahren das Berner Bundeshaus mit Lichteffekten verzaubert hat. Die Stadt verspricht in ihrer Mitteilung eine sinnliche, poetische Schau an verschiedenen Standorten.

Weitere Programmpunkte sind die Sonderschau «anno 1264» im Schlossmuseum, ein Mittelalterfest im Sommer und ein Stationentheater mit dem Titel «Wir sind so frei» ab August. In einem Sondermagazin wird der Trägerverein alle Veranstaltungen beschreiben. Es geht demnächst in alle Haushalte.

«Wir-Gefühl stärken»

Der Verein 750 Jahre Thuner Stadtrechte arbeitet mit einem Budget von über einer Millionen Franken. Dieses Geld stammt von rund 90 Institutionen. Die Stadt Thun leistet 10 Franken pro Einwohner - insgesamt 440'000 Franken.

Den Vorstand des Vereins bilden zwei Männer und eine Frau: Stadtpräsident Raphael Lanz, Stadtschreiber Bruno Huwyler Müller und Gemeinderätin Marianne Dummermuth.

Lanz wird in der Mitteilung vom Mittwoch mit der Aussage zitiert, er hoffe auf eine verbindende Wirkung der Jubiläumsanlässe: «750 Jahre Thuner Stadtrechte - das ist ein ganz besonderes, nämlich unser Fest und soll das Wir-Gefühl der Thunerinnen und Thuner stärken.»

Das Programm im Detail: www.thun750.ch.

(SDA)

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