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Strom, Schutz und Wasserreserve

Die Anlagen der KWO sind noch nicht fertig gebaut. Neben den laufenden Projekten von «KWO plus» denken die Verantwortlichen weiter und sehen Potenzial, entstanden durch den Gletscherrückgang, an der Trift.

Der Gletscherrückzug an der Trift eröffnet neues Potenzial für die Wasserkraft. Dank des schmalen Taleinschnitts kann mit vergleichbar wenig Beton ein grosses Stauvolumen geschaffen werden. Gleichzeitig könne laut den Verantwortlichen der KWO der Hochwasserschutz im Gadmental verbessert werden.
Der Gletscherrückzug an der Trift eröffnet neues Potenzial für die Wasserkraft. Dank des schmalen Taleinschnitts kann mit vergleichbar wenig Beton ein grosses Stauvolumen geschaffen werden. Gleichzeitig könne laut den Verantwortlichen der KWO der Hochwasserschutz im Gadmental verbessert werden.
Bruno Petroni

«Der Rückzug der Gletscher bietet auch Chancen — zumindest bei der Nutzung der Wasserkraft», erklärt Gianni Biasiutti, Direktor der Kraftwerke Oberhasli AG KWO. Eine solche Chance sieht er an der Trift, wo die KWO eine Anlage bauen will. Das neuste Projekt sieht drei Fassungsstandorte vor: einen unterhalb des Triftgletschers, einer beim Steingletscher und einer auf der Wendenalp. An der Trift soll ein neuer Stausee entstehen. Diesen will man horizontal mit dem Räterichsbodensee verbinden. Innerhalb der KWO-Anlage würden die beiden Seen wie ein grosser funktionieren. Die Trift, wo der Gletscher Land freigegeben hat, sei ideal für einen neuen Stausee. Einerseits ist der Baugrund Granit, und andererseits ist der Taleinschnitt sehr schmal. «Wohl an kaum einem anderen Ort kann man mit einem vergleichbar kleinen Betonvolumen einen so grossen Speicher schaffen», erklärt Biasiutti. Das Potenzial des Trifttals zeigte sich bei einer nationalen Untersuchung zusätzlicher Standorte für die Wasserkraft.

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