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Stollen in Thun ist erstmals im Notfallbetrieb

Starke Regenfälle liessen Bäche und Flüsse im Oberland massiv anschwellen und über die Ufer treten. Bahnstrecken und Strassen mussten gesperrt werden. Der Pegel des Thunersees überschritt die Alarmgrenze. Seit Montagnachmittag fliesst erstmals seit der Testphase Wasser durch den Hochwasserstollen.

Tosende Wassermassen beim Ausfluss des Thuner Hochwasserstollens im Schwäbis: Am Montag stand der Stollen erstmals im Ernstfall in Betrieb.
Tosende Wassermassen beim Ausfluss des Thuner Hochwasserstollens im Schwäbis: Am Montag stand der Stollen erstmals im Ernstfall in Betrieb.
Patric Spahni

Es ist eine Premiere, auf die niemand gewartet hat: Gestern nahm das Amt für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern erstmals den Thuner Hochwasserstollen im Ernstfall in Betrieb. «Es fliesst sehr viel Wasser in den Thunersee», sagte Bernhard Schudel, Leiter der Abteilung Gewässerregulierung. Dies habe dazu geführt, dass am frühen Montagmorgen sämtliche Schleusen in Thun vollständig geöffnet wurden – und dass das AWA am Nachmittag um 15 Uhr den Stollen in Betrieb nahm. «Dies muss sukzessive geschehen, um die weiter aareabwärts gelegenen Gebiete nicht zu gefährden», führte Schudel aus.

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