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Stiftung Höchhus kann Geld noch nicht zurückzahlen

Die Stiftung Höchhus erhielt von der Gemeinde Steffisburg 500000 Franken als Zwischenfinanzierung. Weil das Sponsorenziel (noch) nicht erreicht wurde, möchte die Stiftung einen Teil davon erst Ende 2010 zurückzahlen.

Das Höchhus in Steffisburg: Nach der aufwändigen Sanierung fehlt noch Sponsorengeld.
Das Höchhus in Steffisburg: Nach der aufwändigen Sanierung fehlt noch Sponsorengeld.
Patric Spahni

Seit April 2008 erstrahlt das Höchhus, eines der ältesten Gebäude in Steffisburg, in neuem Glanz. Doch in der Kasse der für die Sanierung zuständigen Stiftung klafft noch immer ein Loch. «Wir haben zwar mittlerweile alle Beiträge von Bund und Kanton erhalten, zuletzt rund 180'000 Franken von der Eidgenössischen Denkmalpflege», sagt Stiftungsratspräsident Anton Recher. Allerdings wurde das Ziel, 600'000 Franken bei Sponsoren zu generieren, nicht erreicht. Bisher sind laut Recher rund 480'000 Franken zusammengekommen. Die Differenz entspricht ungefähr dem Betrag, den die Stiftung Höchhus der Gemeinde Steffisburg zurückzahlen sollte. Zur Erinnerung: 2008 sprach der Grosse Gemeinderat (GGR) 500'000 Franken als Zwischenfinanzierung – zu begleichen bis Ende 2009.

Im Januar 2010 im GGR

«Wir haben ein Gesuch gestellt, die Frist um ein Jahr zu verlängern», erklärt Anton Recher. Von den 500'000 Franken hat die Stiftung rund 330'000 Franken gebraucht. Der Beitrag der Denkmalpflege des Bundes wurde direkt der Gemeinde überwiesen. Nun bleiben 148'000 Franken, die noch nicht zurückgezahlt sind. Geht die Gemeinde auf den Wunsch der Stiftung Höchhus ein, die Frist zu verlängern? «Das Geschäft wurde im Gemeinderat behandelt. Wir werden dem GGR an der ersten Sitzung 2010 einen Antrag stellen», sagt Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP), der als Delegierter der Gemeinde im Stiftungsrat Einsitz hat. Zu den Details möchte er sich erst äussern, wenn die Unterlagen zur GGR-Sitzung vom 22.Januar verschickt sind.

Bald Mieter für 2.Stock?

«Wir suchen weiter nach Geldquellen, Sponsoren und Finanzierungsmöglichkeiten», betont Stiftungsratspräsident Anton Recher. Er weist aber auch auf die «eher schwierige Zeit» hin: «Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaftssituation einen Einfluss auf die Spendenfreudigkeit hat.» Trotzdem stellt sich die Frage: War das Ziel, Spendengelder in der Höhe von 600'000 Franken zu generieren, zu ehrgeizig? Recher betont, hohe Ziele seien wichtig – schränkt aber ein: «Aus heutiger Sicht würde man den Betrag wohl weniger hoch ansetzen.» Er betont allerdings auch, dass aufgrund des Spendenziels nichts gebaut worden sei, was sonst weggelassen worden wäre. Die Stiftung Höchhus sucht derweil noch immer Mieter für die Büros im zweiten Stock. Dass diese fehlen, hat zwar keinen Einfluss auf die Investitionsrechnung, aber auf die Betriebsrechnung. Anton Recher ist zuversichtlich: «Es sieht gut aus, bald könnte jemand einziehen.» Noch fehle eine Unterschrift. Das Restaurant im Erdgeschoss laufe zufriedenstellend, der Dachstock und der Peter-Surer-Saal seien jedoch schwach ausgelastet. Recher erhofft sich von der neuen Homepage www.hoechhus.ch «positive Reaktionen» – auch für die Auslastung von Dachstock und Surer-Saal.

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