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Stapi überreichte Zepter den Narren

Ein Zeitsprung und eine Derniere markieren den Auftakt der zwölften Thuner Fasnacht. Unter dem Motto «Äs isch dr Hammer» zeigen die Fasnächtler, dass sie auch Schnee und eisigen Temperaturen zu trotzen vermögen.

Die zweitletzte Amtsübergabe des Thuner Stadtpräsidenten (v.l.): Hansueli von Allmen überreichte gestern Abend auf dem Rathausplatz zum letzten Mal in seiner Funktion als Stadtpräsident von Thun das Zepter an Obergring Jürg Burkhart.
Die zweitletzte Amtsübergabe des Thuner Stadtpräsidenten (v.l.): Hansueli von Allmen überreichte gestern Abend auf dem Rathausplatz zum letzten Mal in seiner Funktion als Stadtpräsident von Thun das Zepter an Obergring Jürg Burkhart.
Patric Spahni

«Liebe Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, ich erkläre die Fasnacht 2012 für eröffnet!» Er sagt es strahlend, Thuns oberster Fasnächtler, Obergring Jürg Burkhart – und erntet erstaunte Blicke. Ob sich infolge dieses Zeitsprungs weit weniger Fasnachtswillige als sonst entlang der Strassen und auf dem schneebedeckten Rathausplatz eingefunden haben? Oder lag es doch am Wetter, dass gestern viele lieber in den warmen Stuben auf mildere Bedingungen warteten?

Ramba-Zamba in Thun

Wie auch immer, die elf Thuner Guggenmusiken heizten den Anwesenden ein – vom Aarefeldplatz, wo sich kurz nach 19 Uhr der Fasnachtszug in Bewegung setzte, durch die Obere Hauptgasse und auf der Tribüne vor dem Rathaus. Während einige Helfer des Thuner Fasnachtskomitees noch eifrig Plaketten verkauften, um den Grossanlass mitzufinanzieren, rief der Obergring die Fasnächtler auf, den Gemeinderat auf den Platz «z’chüble».

Einer der vier anwesenden Gemeinderäte Hansueli von Allmen, Ursula Haller, Peter Siegenthaler und Jolanda Moser mit Ratssekretär Marius Mauron marschierte mit einem lachenden und einem weinenden Auge ein: Für Thuns Stadtpräsidenten von Allmen ist dies «die zweitletzte Amtsübergabe vor Silvester dieses Jahres», wie er sagte. Aber eben, vielleicht gebe es ja im kommenden Jahr doch keinen neuen Stadtpräsidenten oder keine neue Stadtpräsidentin. «Weil sich die Thuner so gut an mich gewöhnt haben, dass sie keinen Ersatz finden.» Und in diesem Fall habe er die ideale Lösung, erklärte Hansueli von Allmen: «Der Thuner Gringerat übernimmt die Regierungsgeschäfte an 361 Tagen, und der neu konstituierte Gemeinderat übernimmt die Macht während der vier Fasnachtstage 2011. Den Unterschied werden Sie alle nicht bemerken.»

Ehrenplakette und Geschenk

So einfach liess die Thuner Fasnachtsgemeinde die Regierungsmitglieder um den Stapi aber nicht verschwinden. Ratssekretär Marius Mauron musste zuerst offiziell das Zepter und den Freibrief für vier Tage närrisches Treiben in Thun überreichen. Vom Gringerat gabs für Hansueli von Allmen eine Ehrenplakette und am Empfang ein Geschenk als Dank für sein Engagement zu Gunsten der Thuner Fasnacht. Und ab diesem Moment durften sie wieder richtig «schränzen», die Thuner Guggen – volle vier Tage bis Sonntagabend.

Heute Abend findet die Schnitzelbank-Soiree und das Guggenfest im Zelt auf dem Mühleplatz statt.

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