Solar-Kunstobjekt muss weg - keine nachträgliche Bewilligung

Thun

Für die Thuner Kulturnacht im vergangenen Herbst wurde am Aarequai ein Solarturm installiert, der Strom für die Beleuchtung an dem Anlass produzierte.

Panel für Panel wird abmontiert: Der Solarturm, der seit der Kulturnacht im Oktober 2011 fleissig Sonnenenergie in Strom umgewandelt hat, wird seit gestern abgebaut.

Panel für Panel wird abmontiert: Der Solarturm, der seit der Kulturnacht im Oktober 2011 fleissig Sonnenenergie in Strom umgewandelt hat, wird seit gestern abgebaut.

(Bild: Heinerika Eggermann Dummermuth)

Die Initianten hofften, dass die Installation bis im April stehen bleiben könnte. Doch nun muss sie auf Geheiss des Statthalters weg.

Er befürchtet, dass der Turm den Fussgängern und Velofahrern im Weg ist. Der Aarequai werde von diesen stark frequentiert, schreibt der Regierungsstatthalter in einer Mitteilung vom Mittwoch. Und mit dem Umbau einer nahen Einfallstrasse dürfte der Langsamverkehr auf dem Quai noch mehr zunehmen.

Turm bis Ende Woche weg

Deshalb empfahl der Statthalter den Initianten, das Gesuch um Weiterbetrieb zurückzuziehen, was diese dann auch taten. Der über sechs Meter hohe Turm wird nun bis Ende Woche abgebaut.

Im Rahmen der Thuner Kulturnacht wurde ein Teil des Aarequais in rosafarbenes Licht getaucht. Mit dem Solarturm wurde im Vorfeld der Veranstaltung die benötigte Energie «gesammelt». Damit sollte die Öffentlichkeit auf die Thematik der Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht werden.

per/sda

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