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Sicher in den neuen Selve-Kindergarten

Ab Montag wird das Thuner Selve-Quartier zusätzlich belebt: Dann beziehen die ersten Kids den neuen Kindergarten. Rechtzeitig zum Schulbeginn hat die Stadt Sicherheitsmassnahmen auf dem Schulweg umgesetzt.

So sah der neue Kindergarten im Selve-Quartier gestern wenige Tage vor der Eröffnung aus. Damit die Kinder ab Montag sicher hierhingelangen, hat die Stadt verschiedene Schulwegsicherungs-Massnahmen umgesetzt.
So sah der neue Kindergarten im Selve-Quartier gestern wenige Tage vor der Eröffnung aus. Damit die Kinder ab Montag sicher hierhingelangen, hat die Stadt verschiedene Schulwegsicherungs-Massnahmen umgesetzt.
Markus Hubacher

Der nächste Montag ist für viele Knaben und Mädchen ein denkwürdiger Tag: Sie werden erstmals den Kindergarten oder die Schule besuchen. Ein Novum steht an diesem Tag aber auch für die Stadt Thun an: Der neue Kindergarten im Parterre des Hochhauses an der Scheibenstrasse erlebt seine Feuertaufe. Er ersetzt den bisherigen Kindergarten Tivoli an der Kasernenstrasse in der Nähe des Güterbahnhofs. «Damit die Kinder ihr Ziel möglichst sicher zu Fuss erreichen können, wurden mehrere Stellen vom Tiefbauamt der Stadt Thun baulich umgestaltet», teilte die Stadt gestern in einem Communiqué mit. Um ins Selve-Quartier zu gelangen, werden die Kindergärteler vor allem die Route vom Westquartier über die Stockhornstrasse und die Allmendstrasse benützen. Baulich angepasst wurden folgende Stellen entlang des Schulweges:

•Die Querungsdistanz beim Fussgängerstreifen über die Allmendstrasse bei der Einmündung Stockhornstrasse/Allmendunterführung wurde durch eine breitere Mittelinsel und mit einer seitlichen Trottoirverbreiterung verkürzt. Die Verengung der Fahrbahn soll auch die Fahrgeschwindigkeiten reduzieren.

•Die Treppe bei der Allmendunterführung, die zum Verwaltungsgebäude und zum Selve-Quartier führt, wurde während der Sommerferien mit einem tiefer liegenden, kindergerechten Handlauf nachgerüstet. Bereits 2011 wurde am unteren Treppenende ein Geländer montiert, das die Kinder davor schützt, direkt auf die Allmendstrasse zu gelangen.

•Die stark verschmutzte Bahnunterführung wurde gereinigt. So konnte laut Stadt «der düstere Eindruck in diesem Bereich abgeschwächt werden». Wegen der anstehenden Sanierung der Allmendstrasse inklusive Unterführung wurde auf weitere kurzfristige Massnahmen wie einen neuen Farbanstrich verzichtet.

Zweite Route wird folgen

Die zweite bezüglich Sicherheit überprüfte Route über die Mittlere Unterführung–Gewerbestrasse–Scheibenstrasse zum Selve-Kindergarten wird während der Bauarbeiten der «Puls»- und «Rex»-Thun-Überbauungen als Schulweg nicht im Vordergrund stehen, teilt die Stadt weiter mit. Die vorgesehene Neugestaltung der Einmündung der Gewerbestrasse in die Mittlere Strasse – mit weitergeführtem Trottoir über die Einmündung – müsse wegen der Baustelle bis nach Abschluss der Bauarbeiten für die neue Überbauung verschoben werden. Die baulichen Massnahmen sind das eine – das Verhalten der Verkehrsteilnehmer das andere. Die Stadt fordert gegenseitigen Respekt – und macht darauf aufmerksam, dass «gut sichtbare Bekleidung, Achtsamkeit, angepasste Tempi und aufmerksame Fahrweise grundlegende und wichtige Sicherheitsmassnahmen bilden».

«Pedibus» in Betrieb

Bereits vor der Bewilligung des Baukredits für den Kindergarten im Selve-Quartier wurde die Schulwegsicherheit überprüft. Seit Dezember 2011 befasste sich eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des Amts für Bildung und Sport mit diesem Thema. Mit einbezogen wurden Eltern, die Schulleitung, die Kindergartenlehrerin, die Geschäftsleitung der VCS-Regionalgruppe Thun-Oberland und die Verkehrsinstruktion der Kantonspolizei. Anlässlich eines Elternabends im Juni 2012 wurden die Eltern umfassend informiert. Die Kantonspolizei erläuterte zudem Beispiele aus der Praxis, und der VCS stellte das Angebot «Pedibus» – von Erwachsenen zu Fuss zum Unterricht begleitete Gruppen von Kindern – vor.

«Auf den Schulbeginn hin starten zwei Pedibus-Gruppen», ergänzte Regina Hofer, im Amt für Bildung und Sport für die Schulraumplanung zuständig, auf Anfrage die Mitteilung der Stadt. Dies geschehe versuchshalber – ob später ein fixer «Fahrplan» eingeführt werde, sei noch offen.

Thuner Tagblatt/pd/mik

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