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Ruag will Hochhaus für 1000 Arbeitsplätze bauen

Die Ruag rüstet sich für die Zukunft: Auf der kleinen Allmend in Thun will der Rüstungs- und Technologiekonzern im Rahmen eines Industrieparks Raum für 1000 Arbeitsplätze realisieren.

Das geplante Hochhaus der Ruag in Thun soll 14-stöckig und 55 Meter hoch werden.
Das geplante Hochhaus der Ruag in Thun soll 14-stöckig und 55 Meter hoch werden.
zvg
Das Ruag-Projekt ist gleichzeitig auch das Initialprojekt im Programm des kantonalen Entwicklungsschwerpunktes ESP Thun Nord/Steffisburg.
Das Ruag-Projekt ist gleichzeitig auch das Initialprojekt im Programm des kantonalen Entwicklungsschwerpunktes ESP Thun Nord/Steffisburg.
zvg
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Wie am Donnerstag vermeldet, hat der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag in Thun Grosses vor. Auf der Kleinen Allmend soll für 80,5 Millionen Franken ein Industriepark mit einem fast 55 Meter hohen Gebäudekomplex entstehen. «Auf 14 Etagen werden wir Räumlichkeiten für rund 1000 Arbeitsplätze schaffen», sagte Hans Rudolf Hauri, CEO Ruag Real Estate AG, am Mittwochabend an einer Podiumsdiskussion in Thun.

Bekenntnis zu Thun

Eingeladen in die Konzepthalle 6 hatte das Architekturforum Thun, um im Rahmen des Entwicklungsschwerpunkts (EPS) Thun-Nord die Frage zu diskutieren, ob in Thuns Norden ein neuer Industriepark oder ein neuer Stadtteil entstehen soll. Diese Frage wurde denn auch von Moderator Christian Strübin gleich aufgenommen. «Damit sich eine Stadt entwickeln kann, braucht es auch Arbeitsplätze», hielt Hans Rudolf Hauri fest. Mit dem Entscheid, mit dem aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Projekt namens «Weitsicht» einen zukunftsgerichteten Gebäudekomplex zu realisieren, bekenne sich die Ruag zum Standort Thun.

Das Gebäude will das Unternehmen vorab selber nutzen. «Wir rechnen in verschiedenen Geschäftsbereichen mit 400 eigenen Arbeitsplätzen», erläuterte der CEO. Die restlichen Nutzflächen für weitere 600 Arbeitsplätze will die Ruag an Externe vermieten.

Möglich seien Büros, Labor- und Verwaltungsräumlichkeiten, Retailflächen, Praxen oder Restauration. «Ich bin überzeugt, dass in Thun ein entsprechendes Bedürfnis besteht», so der CEO weiter. Der Ruag-Chef will das Vorhaben nun rasch in die Baubewilligungsphase schicken und Investoren an Bord holen. Der voraussichtliche Baubeginn ist im Frühjahr 2015 geplant. Läuft alles rund, soll der Gebäudekomplex, dem auch ein Parking mit 240 Parkplätzen angegliedert ist, zwei Jahre später betriebsbereit sein.

Impulse für Thun

Thuns Gemeinderätin Marianne Dumermuth (SP) zeigte sich ob der Ruag-Pläne sehr erfreut. «Dies gibt Impulse für Thun», sagte die Vorsteherin für Stadtentwicklung. Zumal der EPS Thun-Nord in erster Linie das Schaffen neuer Arbeitsplätze anstrebe. «Das Realisieren von Wohnungen ist dort eher zweitrangig», so die Gemeinderätin.

Für Architekt Heinz Brügger vom Architekturforum Thun wird das Lerchenfeld mit dem geplanten Gebäudekomplex abgeschnitten. «Das Vorhaben ist doch eine Schuhnummer zu gross», meinte er. Für Projektentwickler Herbert Zaugg von der Halter AG aus Zürich ist im EPS Thun-Nord ein Miteinander möglich. «Arbeiten und Wohnen trennen ist ein Zopf von gestern», sagte er.

«Mit dem Projekt ‹Weitsicht› schaffen wir ein Scharnier zum Lerchenfeld», ist sich Ruag-Chef Hauri sicher. Dies könne eine gewisse Dynamik auslösen und das Öffnen der Uttigenstrasse beschleunigen.

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