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Resort-Projekt zumindest teilweise in Gefahr

Der Entscheid des Bundesgerichts in Sachen Zweitwohnungsinitiative war auch an der Gemeindeversammlung Hasliberg ein Thema. Demnach soll ein Teil des Projektes der südafrikanischen Investorengruppe auf Wasserwendi gefährdet sein.

Beat Jordi
So sollten die Chalets ursprünglich aussehen.
So sollten die Chalets ursprünglich aussehen.
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Bereits mit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative am 11. März sei klar gewesen, dass auf dem Hasliberg der Bau von Ferienwohnungen nicht mehr in der gewohnten Form weitergehen könne, stellte Bauverwalter Heinz Anderegg an der Gemeindeversammlung klar. Nun sei mit dem Bundesgerichtsentscheid die Restriktion noch schärfer: Projekte, die nicht vor dem 11. März 2012 bewilligt werden konnten, sind heute gefährdet.

Das betrifft insbesondere einen Teil des Vorhabens «Alpenresort&Spa» der südafrikanischen Investorengruppe auf Wasserwendi, gegen das die Stiftung Helvetia Nostra von Franz Weber Einsprache erhoben hat. «Es ist zu erwarten, dass nun die bestehenden Ferienwohnungen und -häuser durch die grössere Nachfrage eine Wertsteigerung erfahren werden», vermutete Anderegg.

Die Erweiterung der Bruttogeschossflächen von Zweitwohnungen ist zurzeit ungewiss. Im Rahmen der Ausführungsgesetzgebung steht eine einmalige Erweiterung von 20 Prozent zur Diskussion. Hingegen glaubt er, dass in selbst bewohnten Liegenschaften der Bau von Einliegerwohnungen weiter möglich sein wird.

Höhere Steuereinnahmen

Die von Monika Wehren präsentierte Gemeinderechnung 2012 schloss bei einem Gesamtaufwand von 6'410'967 Franken und einem Gesamtertrag von 644'4767 Franken mit einem erfreulichen Plus von 33'800 Franken. Der gute Abschluss beruht auf drei Faktoren: höheren Steuereinnahmen, tieferen Zinsaufwendungen und kleinerem Abschreibungsbedarf. Das Verwaltungsvermögen beträgt Ende 2012 4'230'175 Franken; das Eigenkapital betrug inklusive des Ertragsüberschussess 552'548 Franken.

Bei den vom Gemeinderat bewilligten Nachkrediten ist auch eine Abschreibung auf Bergbahnaktien und Aktien des Ärztezentrums Oberhasli AG mit 27'483 Franken zu finden. Die 52 Stimmberechtigten genehmigten alle Geschäfte mit grossem Mehr und ohne Gegenstimmen inklusive die Bürgschaft von 165'000 Franken als Eventualengagement für den Neubau des Schneesportschulgebäudes Bidmi, das im Zusammenhang mit dem Ersatz des Holzfluhliftes durch eine moderne 6er-Sesselbahn vom Bidmi nach Käserstatt realisiert wird.

Verwaltung komplett

Gemeindeschreiber Menk Blatter war 29 Jahre im Dienste der Gemeinde, Bauverwalter Heinz Herren sogar 33 Jahre. Blatter wechselt in die Privatwirtschaft, Letzterer geht in Pension. Mit Monika Wehren, der bisherigen Finanzverwalterin, übernimmt eine gut ausgebildete, einheimische Fachfrau und Kennerin der lokalen Verhältnisse den Posten als Gemeindeschreiberin und bleibt gleichzeitig auch Finanzverwalterin.

Mit dem Baufachmann Heinz Anderegg, der zurzeit eine Weiterbildung als Bauverwalter absolviert, wurde ebenfalls ein Hasliberger auf diesen Kaderposten berufen. Mit der jungen Stephanie Huggler aus Meiringen, die ihre Lehre auf der Gemeindeverwaltung Brienz abschliesst, wird per 1.Juli die Verwaltung wieder vollzählig sein. Gemeindepräsidentin Katrin Nägeli und der Gemeinderat verabschiedeten Blatter und Herren mit einem kleinen Präsent.

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