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Referendum zum Teilverkauf der Energie Thun AG steht

Das Referendumg gegen den von der Stadt Thun geplanten Teilverkauf der Energie Thun AG an die BKW steht. Das Komitee hat nach eigenen Angaben über 4500 Unterschriften gesammelt.

Für das Zustandekommen hätten schon 800 Unterschriften gereicht. Die grosse Zahl der Unterschriften dokumentiere die «Wut und Emporung der Thuner Bevölkerung über die Privatisierungsabsichten der Stadt», heisst es in einer Mitteilung des von den Gewerkschaften getragenen Referendumskomitees vom Freitag.

Alleine die Angestellten der Energie Thun AG hätten «aus Angst um ihre Arbeitsplätze» 1500 Unterschriften gesammelt. Das Referendumskomitee spricht in seiner Mitteilung von einer Rekordzahl an Unterschriften. Der bisherige Rekord habe bei 2500 Unterschriften gelegen.

Tafelsilber

Die Volksabstimmung zum Teilverkauf wird voraussichtlich am 8. Februar stattfinden. Die BKW bietet der Stadt über 75 Mio. Franken für eine 49-prozentige Beteiligung an der Energie Thun AG.

Als die Verkaufsabsichten des Gemeinderates publik wurden, hagelt es Proteste. Allen voran der damalige Verwaltungsratspräsident der Energie Thun AG wehrte sich gegen den mit der BKW ausgehandelten Vertrag. Dieser sei hinter dem Rücken der Energie Thun AG ausgehandelt worden, kritisierte er.

Nach einigem Hin und Her nahm der VR-Präsident schliesslich den Hut. Die Gegner des Projekts werfen dem Gemeinderat kurzfristiges Profitdenken vor. Er wolle das Tafelsilber verscherbeln.

Die Befürworter hingegen sehen in der Zusammenarbeit mit der BKW auch Vorteile. Zudem bringe der Teilverkauf der finanziell nicht auf Rosen gebetteten Stadt 75 Mio. Franken, das sei nicht zu verachten. Der Gemeinderat stellt sich mehrheitlich hinter den Verkauf.

Das Stadtparlament befasste sich mehrmals mit den Geschäft. Es kann den Verkaufsvertrag nicht direkt beeinflussen. Allerdings muss der Stadtrat eine Änderung der Gemeindeordnung gutheissen, die einen solchen Teilverkauf zulässt.

SDA/fz

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