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Protest in den Bergen gegen Heliskiing

Rund 50 Personen haben am Sonntag gegen alte und neu geplante Gebirgslandeplätze protestiert.

Wintersportler sind mit einem Helikopter auf einem sonst unzugänglichen oder nur mit langer Wanderung erreichbarem Gipfel gelandet. Nun bereiten sie sich auf ihre Abfahrt vor.
Wintersportler sind mit einem Helikopter auf einem sonst unzugänglichen oder nur mit langer Wanderung erreichbarem Gipfel gelandet. Nun bereiten sie sich auf ihre Abfahrt vor.
Keystone

Die Stop-Heliskiing- Kundgebungen fanden auf dem Petersgrat, dem Petit Combin (VS) und am Wetterhorn statt, teilt die SDA mit.

Mit diesen Demonstrationen wehrt sich Mountain Wilderness gegen das Heliskiing in den Schweizer Bergen. Gebirgslandeplätze müssten alpinistische Bedürfnisse und Interessen der Umwelt berücksichtigen, teilten sie in einem Communiqué mit.

Mehr als die Hälfte der 42 Gebirgslandeplätze liege innerhalb oder am Rand von geschützten Landschaften und würden für das Heliskiing angeflogen, kritisiert die Organisation. Am liebsten sähe die Organisation einen Verzicht darauf.

Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass im Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch die drei Gebirgslandeplätze Kanderfirn, Blüemlisalp und Rosenegg aufgehoben werden sollen. Sie sollen jedoch ersetzt werden durch zwei neue im Titlisgebiet und zwar am Chli Spannort (OW) und am Drei-Kantone-Berg Grassen (OW/UR/BE) und einen am Unterrothorn im Wallis.

Mountain Wilderness wirft dem führenden Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl vor, die Verhandlungen «einseitig zu Gunsten der Helilobby und des Tourismus» zu führen. Die Interessen des Alpinismus und der Umwelt würden kaum berücksichtigt.

Einer der Proteste führte deshalb zum Chli Spannort bei Engelberg. Wegen Lawinengefahr und unsicheren Verhältnissen wurde die Kundgebung jedoch frühzeitig abgebrochen. Auch die Tour zum Pigne d'Arolla (VS) musste aus denselben Gründen abgebrochen werden.

SDA/aw

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