Pflege: Unia will bessere Bedingungen

Die Unia Berner Oberland Langzeitpflege, Landesmantelvertrag Bau und L-GAV trafen sich zur Delegiertenversammlung. Die Unia will sich vor allem für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege einsetzen.

Die Gewerkschaft Unia hat sich fürs Jahr 2015 als Schwerpunkt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege gesetzt. Im Bild das as Pflegeheim Solina.

Die Gewerkschaft Unia hat sich fürs Jahr 2015 als Schwerpunkt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege gesetzt. Im Bild das as Pflegeheim Solina.

(Bild: Markus Hubacher)

Die Delegierten der Gewerkschaft Unia Region Berner Oberland können gemäss ihrer Medienmitteilung auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Schwerpunkte im laufenden Jahr sind die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege sowie die Verteidigung und die Verbesserung des Landesmantelvertrags (LMV) für den Bau und des L-GAV für das Gastgewerbe.

An der ordentlichen Delegiertenversammlung der Unia Region Berner Oberland vom Samstag in Thun nahmen über 70 Delegierte teil. Sie blickten zurück auf ein Jahr mit erfolgreichen Aktionen für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Im letzten Jahr sind 1013 neue Mitglieder der Unia Berner Oberland beigetreten. Einen beträchtlichen Anteil daran haben die Bereiche Gastgewerbe und Langzeitpflege. Der Rechtsdienst der Unia erstritt 2014 allein im Berner Oberland beinahe zwei Millionen Franken, und die Unia-Arbeitslosenkasse erbrachte gemäss Mitteilung Dienstleistungen für rund 1800 Arbeitslose.

Zahlreiche Aktivitäten

Dieses Jahr will die Unia Berner Oberland ihre im November lancierte Branchenkampagne im Bereich Langzeitpflege nochmals intensivieren. Der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeit müsse ein Gesamtarbeitsvertrag entgegengesetzt werden. Auch der L-GAV für das Gastgewerbe müsse in diesem Jahr neu verhandelt werden.

Es gebe Arbeitgeber, die diesen Vertrag mit über 200'000 Unterstellten am liebsten aufkünden würden. Mit dem Rücktritt von Renzo Ambrosetti als Co-Präsidenten muss das Präsidium der Unia Schweiz neu bestimmt werden. Einstimmig schlägt die Delegiertenversammlung der Unia Berner Oberland zuhanden der nationalen Delegiertenversammlung Vania Alleva als alleinige Präsidentin vor.

Noch keine Gleichstellung

In ihrem anschliessenden Referat sagte Lea Kusano, Nationalratskandidatin der SP und Mitglied der Unia Berner Oberland, gemäss Mitteilung: «Bei der Gleichstellung geht es nicht nur um Geld und Macht, sondern auch um Chancengleichheit und Selbstbestimmung.» Sie zeigte auf, dass die Gleichstellung trotz des seit über 30 Jahren geltenden Gleichstellungsgesetzes noch immer nicht umgesetzt ist.

pd/BO

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