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Nirgends gibts so viele Felchenarten wie im Thuner- und im Brienzersee

Im Brienzer- und Thunersee leben mehr Felchenarten als in jedem anderen Schweizer See. Was der Fischreichtum mit Phosphatarmut zu tun hat, erklärt ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift «Nature».

Präsentation eines Brienzligs über dem Brienzersee. Diese Felchenart hat sich in den letzten Jahrtausenden mit Strategien wie Klein- und Langsamwüchsigkeit an die Nährstoffarmut im Brienzersee angepasst.
Präsentation eines Brienzligs über dem Brienzersee. Diese Felchenart hat sich in den letzten Jahrtausenden mit Strategien wie Klein- und Langsamwüchsigkeit an die Nährstoffarmut im Brienzersee angepasst.
zvg

Noch bis vor 60 Jahren gab es in jedem der 17 grösseren Schweizer Seen 1 bis 5 einheimische Felchenarten. 15 dieser 41 bisher bekannten Felchenarten und -formen sind jedoch zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren, als die Seen immer mehr mit Phosphaten aus den damals noch ungeklärten Abwässern «gedüngt» wurden, verschwunden. In den drei grossen Seen des Kantons Bern, Thuner-, Brienzer- und Bielersee, allerdings stellte Pascal Vonlanthen, der für seine Dissertation beim Evolutionsbiologen Ole Seehausen die Felchenbestände in den Schweizer Seen untersuchte, bis heute alle historisch dokumentierten Felchenarten fest: Die Brienzlig, Kropfer, Balchen, Alböck und Felchen respektive Tiefenalböck schwimmen noch munter in den sauberen Oberländer Seen, aber auch die Bräter (Palées) und Pfärrit (Bondelles) im phosphatbelasteten Bielersee.

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