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Nach dem Regen: Im Zulgtal sind die Schäden immens

Am Tag nach dem heftigen Unwetter im Zulgtal wird das Ausmass der Schäden ersichtlich. Glück im Unglück hatten 74 Kinder und ihre Lagerleiter: Nur dank einer aufmerksamen Anwohnerin entkamen sie einer Tragödie.

Marco Zysset, Nik Sarbach
Da musste die Armee mithelfen: Beim Unwetter im Juli 2012 wurde das Eriztal zünftig getroffen.
Da musste die Armee mithelfen: Beim Unwetter im Juli 2012 wurde das Eriztal zünftig getroffen.
Markus Hubacher
Nachher: Rund zehn Monate später sind auf den Weiden von Landwirt Fritz Reusser immer noch deutliche Spuren des Unwetters zu erkennen. Noch wächst das Gras nicht überall nach.
Nachher: Rund zehn Monate später sind auf den Weiden von Landwirt Fritz Reusser immer noch deutliche Spuren des Unwetters zu erkennen. Noch wächst das Gras nicht überall nach.
Stefan Kammermann
Vorher: Von der Zufahrtsstrasse zur Alp Hinder Zugschwand blieb nach dem verheerenden Erdrutsch im Juli 2012 ist nicht mehr viel übrig. Mit  einem Bagger wurden Steine und Holz weggeräumt.
Vorher: Von der Zufahrtsstrasse zur Alp Hinder Zugschwand blieb nach dem verheerenden Erdrutsch im Juli 2012 ist nicht mehr viel übrig. Mit einem Bagger wurden Steine und Holz weggeräumt.
Stefan Kammermann
Nachher: Bäuerin Verena Fankhauser steht an derselben Stelle, wo das Unwetter im Juli 2012 die Zufahrt zur Alp weggeschwemmt hatte. Weiter oben sei die Strasse aber immer noch kaum befahrbar.
Nachher: Bäuerin Verena Fankhauser steht an derselben Stelle, wo das Unwetter im Juli 2012 die Zufahrt zur Alp weggeschwemmt hatte. Weiter oben sei die Strasse aber immer noch kaum befahrbar.
Stefan Kammermann
Vorher: Mit schweren Baumaschinen befreiten Armeeangehörige aus dem Tessin nach dem Unwetter im Juli 2012 den Hüttligraben an der Zulg von Geschiebe und Geröll.
Vorher: Mit schweren Baumaschinen befreiten Armeeangehörige aus dem Tessin nach dem Unwetter im Juli 2012 den Hüttligraben an der Zulg von Geschiebe und Geröll.
Stefan Kammermann
Nachher: In der Zwischenzeit präsentiert sich der Hüttligraben wieder aufgeräumt; ein Bachlauf ist erkennbar. Die Gefahr ist bei weiteren Unwettern aber nicht gebannt.Zehn Monate nach dem Unwetter im Zulgtal präsentiert sich der Hüttligraben bei der Einmündung in die Zulg wieder fast wie früher.
Nachher: In der Zwischenzeit präsentiert sich der Hüttligraben wieder aufgeräumt; ein Bachlauf ist erkennbar. Die Gefahr ist bei weiteren Unwettern aber nicht gebannt.Zehn Monate nach dem Unwetter im Zulgtal präsentiert sich der Hüttligraben bei der Einmündung in die Zulg wieder fast wie früher.
Stefan Kammermann
Im Lager der Jungwacht-Blauring Raron bot sich gestern ein Bild der Zerstörung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Im Lager der Jungwacht-Blauring Raron bot sich gestern ein Bild der Zerstörung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Marco Zysset
Das kleine Bächlein im Hüttligraben wurde zum reissenden Fluss, der Tonnen von Geschiebe vom Staufen (hinten links) in die Zulg führte.
Das kleine Bächlein im Hüttligraben wurde zum reissenden Fluss, der Tonnen von Geschiebe vom Staufen (hinten links) in die Zulg führte.
Marco Zysset
Am Staufen ist aus der Ferne gut zu sehen, welche Schäden die enormen Niederschläge angerichtet haben und woher das viele Geröll kam.
Am Staufen ist aus der Ferne gut zu sehen, welche Schäden die enormen Niederschläge angerichtet haben und woher das viele Geröll kam.
Marco Zysset
Im Hüttligraben fliesst normalerweise das kleine Bächlein links im Bild in die Zulg. Am Mittwoch brachte der Bach Tonnen von Geschiebe ins Tal.
Im Hüttligraben fliesst normalerweise das kleine Bächlein links im Bild in die Zulg. Am Mittwoch brachte der Bach Tonnen von Geschiebe ins Tal.
Marco Zysset
Der Bach im Hüttligrabe brachte Tonnen von Geschiebe ins Tal und zerstörte viel Kulturland.
Der Bach im Hüttligrabe brachte Tonnen von Geschiebe ins Tal und zerstörte viel Kulturland.
Marco Zysset
Solche Murgänge wie beim Scheibenstand in Eriz gingen beim Unwetter im Zulgtal unzählige nieder.
Solche Murgänge wie beim Scheibenstand in Eriz gingen beim Unwetter im Zulgtal unzählige nieder.
Marco Zysset
Beim Anblick dieses Bildes wird klar, wie stark die Zulg in Steffisburg angeschwollen ist.
Beim Anblick dieses Bildes wird klar, wie stark die Zulg in Steffisburg angeschwollen ist.
Ruth Pulido, Leserreporter
Am Pappelweg in Steffisburg wurde eine Garage überschwemmt.
Am Pappelweg in Steffisburg wurde eine Garage überschwemmt.
Patric Spahni
Bei der Müllerschwelle in Steffisburg: Die Zulg ist ein brauner Wildbach, der mehrere Tonnen Schwemmholz transportiert.
Bei der Müllerschwelle in Steffisburg: Die Zulg ist ein brauner Wildbach, der mehrere Tonnen Schwemmholz transportiert.
Roger Stalder, Adrenaline Pictures
Der Holz-Tsnunami wälzt sich die Zulg herunter.
Der Holz-Tsnunami wälzt sich die Zulg herunter.
zvg Feuerwehr Steffisburg
Die Feuerwehr kämpft in Steffisburg gegen das Hochwasser.
Die Feuerwehr kämpft in Steffisburg gegen das Hochwasser.
Jan G. Hoogendijk, Leserreporter
So hoch stieg das Wasser beim Bahnhof Steffisberg.
So hoch stieg das Wasser beim Bahnhof Steffisberg.
Martin Zaugg, Leserreporter
Angesichts der Holz- und Wassermassen sind die Schäden relativ gering.
Angesichts der Holz- und Wassermassen sind die Schäden relativ gering.
Joel Stüdle, Leserreporter
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Renate Fuchs ist die heimliche Heldin im Unwetter vom Mittwoch. Ihr Hof in Unterlangenegg liegt ein paar Dutzend Höhenmeter oberhalb des Zulgbodens, wo sich seit Montag das Zeltlager der Jungwacht-Blauring Raron befand. «Am Mittwochnachmittag rief mich der Bauer vom Rütteggli an und sagte, da komme eine ordentliche Brühe die Gräben runter», berichtet sie. Sie habe gleich realisiert, dass sich die 74 Kinder und 22 Leiter im Lager in Gefahr befanden. Fuchs eilte an die Zulg und warnte die Lagerverantwortlichen. «Normalerweise dauert es etwa eine Stunde, bis das Wasser hier anschwillt, wenn es stark regnet.» Am Mittwoch sei die Zulg bereits nach einer halben Stunde über die Ufer getreten.

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