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Mutter und ihr dreijähriges Kind Opfer der Explosion

Am Samstag forderte eine Explosion in Steffisburg zwei Todesopfer. Die Leichen wurden nun identifiziert.

In der Wohnung wurden im Rahmen der Ermittlungen zwei frei stehende Gasflaschen mit geöffneten Ventilen gefunden.
In der Wohnung wurden im Rahmen der Ermittlungen zwei frei stehende Gasflaschen mit geöffneten Ventilen gefunden.
Patrik Spahni
In diesem Mehrfamilienhaus in Steffisburg starben am Samstagmorgen eine Mutter und ihr dreijähriges Kleinkind.
In diesem Mehrfamilienhaus in Steffisburg starben am Samstagmorgen eine Mutter und ihr dreijähriges Kleinkind.
Marco Zysset
Trümmer im Garten nach der Explosion.
Trümmer im Garten nach der Explosion.
Marco Zysset
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Bei den beiden Opfer der Explosion von Samstagmorgen in einem Mehrfamilienhaus in Steffisburg handelt es sich um die 34-jährige Bewohnerin der Wohnung und um ihr dreijähriges Kind. Der 35-jährige Mitbewohner befindet sich mit schweren Brandverletzungen im Spital. Die Ursache der Explosion ist nach wie vor unklar.

Die Frau und das Kind waren von den Rettungskräften in der brennenden Wohnung aufgefunden worden. Das Feuer selbst konnte die Feuerwehr rasch löschen. Der Mann lag beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor der Liegenschaft und wurde von Anwohnern betreut.

Gemäss den neusten Erkenntnissen müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei den Todesopfern sowie der verletzten Person um die in der betroffenen Wohnung wohnhafte Familie handelt, teilte die Berner Kantonspolizei am Sonntag mit. Die formelle Identifikation der Opfer findet in den kommenden Tage statt.

Haus teilweise wieder bewohnbar

Im Rahmen der Ermittlungen waren noch am Samstag zahlreiche Spuren gesichert und verschiedene Personen befragt werden. Der genaue Hergang der Explosion ist aber noch nicht geklärt.

Die Wohnungen des Mehrfamilienhauses konnten am Samstagabend wieder mehrheitlich bezogen werden. Zwei Wohnungen bleiben vorübergehend unbewohnbar. Eine Wohnung wurde zudem aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben. Für die betroffenen Personen wurden individuelle Lösungen gefunden.

Vierte Explosion in Steffisburg seit 2002

2003 waren in Steffisburg bei einer Gasexplosion in einer Wohnung drei Menschen getötet worden, darunter ein Kleinkind. Neun Menschen wurden damals verletzt. Ursache war ein sogenannt erweiterter Suizid mit Propangas. Eines der Todesopfer, ein 37-jähriger Mann, wollte sich und seinem 3-jährigen Sohn das Leben nehmen. Neben Vater und Sohn kam auch eine 27-jährige Frau ums Leben.

Die Explosion am Samstag mit den beiden Toten war bereits die vierte in Steffisburg seit 2002. Damals explodierte ein Boiler in einem Wohn- und Geschäftshaus. Verletzt wurde niemand. 2010 verletzte sich aber ein Mann bei einer Gasexplosion. Er hatte offenbar versucht, sich das Leben zu nehmen.

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