Mit neuem Zug- und Gegenseil in die Wintersaison

Lauterbrunnen

Die Seilbahn auf Sulwald wurde auf den neuesten Stand gebracht: 1700 Meter Stahlseil sind ersetzt worden. Heute nimmt die Bahn wieder ihren Betrieb auf.

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Zwei Wochen Arbeit, drei Paletten Werkzeug, 1706 Meter Stahlseil mit einem Durchmesser von 16 Millimetern und 14 Tonnen Gewicht sowie vier Mann im Dauereinsatz: Die jüngste Investition der Luftseilbahn Isenfluh-Sulwald war ein Kraftakt.

Und wird auch Spuren in der Rechnung hinterlassen: «Wir rechnen mit Kosten von rund 35000 Franken», sagt Verwaltungsratspräsident Max Dietrich. Und der Technische Leiter Ruedi Lauri ergänzt: «Auch kleine Bahnunternehmen investieren in die Zukunft und erfüllen die gesetzlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.» Im Einsatz standen neben den Bahnmitarbeitern auch Leute des Seilbahnherstellers Garaventa.

Lebensnerv Gondelbahn

Ersetzt wurden die Zug- und Gegenseile der Bahn: Ersteres war 8 Jahre, letzteres fast 30 Jahre alt. Bereits im Frühling hatte man die Kabinenaufhängungen ersetzt (wir haben berichtet). Werner Feuz, einer der rund zehn Pensionären, die mit viel Idealismus den Bahnbetrieb sicherstellen, hat für die jüngste Revision extra noch eine Montageplattform in der Bergstation gebaut.

Damit wird der Zugang etwa für die Kabinenaufhängung einfacher. Die Plattform zimmerte er aus massiven Holzbalken: «Das ist sicherer und komfortabler für die Monteure, als ständig auf Leitern zu stehen», sagt er.Die Seilbahn, die von der Talstation Isenfluh (1084 m ü.M.) nach Sulwald (1520 m ü.M.) führt, wird nicht nur von Touristen genutzt, sondern ist auch ein Lebensnerv der Einheimischen.

Etwa für Bauern, die in den Ställen auf Sulwald das Vieh wintern und auf einen sicheren Zugang angewiesen sind. Aber auch für ein halbes Dutzend Menschen, die auf Sulwald ganzjährig zu Hause sind. Zu Buche geschlagen haben nicht nur Revisionen; Dietrich erzählt von einer schlechten Sommersaison, die auch das kleine Unternehmen traf.

Doch er ist optimistisch: «Der Tourismus ist unser Motor. Mit Schlitteln im Winter und Monstertrottinett-Vermietung im Sommer erwirtschaften wir Geld und bieten neben der imposanten Natur auch Aktivitäten an.» Zugenommen habe auch das Schneeschuhwandern, und Sulwald sei Ausgangspunkt für Skitouren. Heute nimmt die Bahn in alter Frische wieder Fahrt auf.

Das Sulwald-Stübli ist ab heute an den Wochenenden und bei schönem Wetter auch werktags geöffnet. Infotelefon 033 855 22 49.

Berner Oberländer

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