Mehr Platz für das Notfallzentrum

Unterseen

Die Spitäler fmi AG publiziert den Abbruch des Ambulatoriums des Spitals Interlaken. Es muss Platz machen für den Umbau und die Erweiterung des Alpinen Notfallzentrums mit integrierter Tagesklinik.

Das Ambulatorium neben dem Spitalhauptgebäude soll abgebrochen werden. Der frei werdende Platz ermöglicht den Umbau und die Erweiterung des Alpinen Notfallzentrums.

Das Ambulatorium neben dem Spitalhauptgebäude soll abgebrochen werden. Der frei werdende Platz ermöglicht den Umbau und die Erweiterung des Alpinen Notfallzentrums.

(Bild: Ueli Flück)

Noch bis zum 8. Juni liegt auf der Gemeindeverwaltung Unterseen ein Baugesuch der Spitäler fmi AG auf: «Rückbau Villa E (Ambulatorium) mit Zwischenbau Haus E und Korridor.» Das 1955 als östlichster Spitalanbau erstellte Gebäude beherbergte bis 1997 die Absonderung und seither das Chirurgie- und Orthopädieambulatorium. Nun soll dieses samt den beiden darunter liegenden Seminarräumen abgebrochen werden.

Warum?

«Auf dem Areal, inklusive des heutigen Innenhofs, wird das neue Alpine Notfallzentrum mit direkter Anbindung an den neuen Operationstrakt entstehen», ist bei Sandro Hügli, Leiter PR und Marketing Spitäler fmi, zu erfahren. Das neue Notfallzentrum werde mit 13 Untersuchungs- und Behandlungsräumen über doppelt so viele Räume wie bisher und die Tagesklinik über 17 Liegeplätze verfügen.

Die dritte EENO-Etappe

Der Umbau und die Erweiterung des Notfallzentrums geschieht im Rahmen der dritten und letzten Etappe des Teilprojekts «Erneuerung und Erweiterung Notfall und OP-Trakt (EENO), Spital Interlaken». Die Zufahrt zur neuen Notfallabteilung wird künftig über den verbreiterten Spitalweg zu einem gedeckten Wendeplatz erfolgen. Mit dem Heli ankommende Patienten können vom Landeplatz auf dem Dach des OP-Trakts über eine Rampe und mit einem Lift direkt in den Notfallbereich gebracht werden.

«Die Inbetriebnahme des neuen Notfallzentrums mit Tagesklinik ist für Ende 2016 vorgesehen», verrät Sandro Hügli. Bis dahin verbleibe die heutige Notfallstation am bisherigen Standort. Das Ambulatorium ziehe in ein Provisorium im Erdgeschoss des ehemaligen, im Spital integrierten Heims Weissenau. Seinen festen Platz werde es dann im neuen Haus E finden, das das grosse Eingangsgebäude, für das zurzeit ein Architekturwettbewerb läuft, ersetzten wird.

43 Millionen Franken

Das Teilprojekt EENO ist in drei Etappen aufgeteilt. Zur ersten Bauetappe – Anbau des neuen OP-Trakts mit vier neuen Sälen und Räumlichkeiten für den späteren Ausbau der Notfallabteilung – wurde im April 2012 gestartet, abgeschlossen wurde sie im November 2013. Die zweite Etappe umfasste den Umbau des bisherigen OP-Trakts und wurde mit der Inbetriebnahme des fünften OP-Saals im August 2014 abgeschlossen. Die Gesamtinvestition für das Teilprojekt EENO beläuft sich auf 43 Millionen Franken. Der Kanton zahlt 34 Millionen, die Spitäler fmi AG 9 Millionen Franken.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...