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Mehr Angebote im öffentlichen Verkehr

Trotz «kleinem Fahrplanwechsel» verbessert der öffentliche Verkehr (ÖV) teilweise seine Angebote. Bis am 10. Dezember müssen wegen des Gleisumbaus im Aaretal aber noch «Anschlussbrüche» in Kauf genommen werden.

Dank Doppelspurausbau verkehrt die Wengernalpbahn halbstündlich zwischen Lauterbrunnen und Kleiner Scheidegg. Der Bahnhof Wengen wird durch weniger Zugkreuzungen übersichtlicher.
Dank Doppelspurausbau verkehrt die Wengernalpbahn halbstündlich zwischen Lauterbrunnen und Kleiner Scheidegg. Der Bahnhof Wengen wird durch weniger Zugkreuzungen übersichtlicher.
Guido Lauper

Der Doppelspurausbaus der Wengernalpbahn oberhalb Wengen ermöglicht den Halbstundentakt Lauterbrunnen–Kleine Scheidegg. Zudem kreuzen im Bahnhof Wengen nicht mehr bis acht Züge aufs Mal. «So wird die Einsteigesituation übersichtlicher», sagte Stefan Würgler, Leiter Vertrieb&Produktion der Jungfraubahnen, an der gestrigen Medienorientierung in Interlaken. Wengen erhält neue Nachtverbindungen mit Ausnahme von Ende Oktober bis Mitte Dezember, die für den Streckenunterhalt frei bleiben müssen. Freitag- und Samstagnacht wird sogar die Abfahrt in Bern 1.08 Uhr via Moonliner Interlaken West ab 2.10 mit Ankunft in Wengen 2.54 Uhr möglich. Der durchgehende Lokpersonal-Pikettdienst in Lauterbrunnen steht auch allfälligen Rettungseinsätzen zur Verfügung. Die Jungfraubahnen im Allgemeinen verlängern die Hauptsaison vom 17.Dezember bis am 28.Oktober. Fehlende Billette kosten im Zug 10 Franken Zuschlag statt 90 bei den SBB.

Reisende mit der Zentralbahn mit Ankunft in Interlaken-Ost um 19.55 Uhr haben wieder Anschluss an den Intercity Richtung Bern. Dafür sehen Bahnkunden in Ringgenberg den Zug ohne Halt vorbeifahren. BLS und Post passen den Bahn- und Busbetrieb Interlaken–Spiez im Minutenbereich an – Minuten, die von knapp ankommenden Bahnkunden besondere Aufmerksamkeit erfordern. Neu sind die stündliche Durchbindung der «Lötschberger» in Spiez zwischen Kandertal beziehungsweise Simmental in Spiez aus und in Richtung Bern und verschiedene Anpassungen im Simmental (es stand in dieser Zeitung).

Busangebot verbessert

Beim Ortsbus Meiringen (Geissholz–Meiringen–Unterbach) machen laut Simmler, Leiter Postauto Interlaken, Nachfrage und Kostendeckungsgrad Sparmassnahmen notwendig. Von Montag bis Freitag wird der Fahrplan optimiert, berücksichtigt aber Pendler, Schulen und Gesundheitszentrum. Am Samstag gilt neu der Zweistundentakt; am Sonntag bleibt der Betrieb eingestellt. Im Gegenzug verbessern sich die Anschlüsse mit der Meiringen-Innertkirchen-Bahn.

Der Ortsbus Interlaken wird an Werktagen von Interlaken-Ost zur Haltestelle Mittleres Moos verlängert. Die Einführung der Selbstkontrolle soll vor allem die knappen Fahrzeiten Interlaken-West– Wilderswil entschärfen. Die STI-Busse bedienen zwischen Interlaken-Ost und -West neu alle Haltestellen. Zum Angebotskonzept Interlaken 2014/17 ist gemäss Branka Fluri, Präsidentin Kommission ÖV der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK), im kommenden Februar ein Mitwirkungsverfahren vorgesehen. Bessere und zeitlich verlängerte Anschlüsse stehen den Schülern und Pendlern im Ortsbus Grindelwald zur Verfügung. Gästekarten gelten neu auch im Sommer; zudem wird das Generalabo auf dem ganzen Netz gültig. Die steigende Nachfrage während der dreijährigen Versuchsphase wirkt sich auch beim Moonliner aus. Laut Mathias Boss von der RVK hält der Bus der Linie Interlaken–Meiringen neu auch in Unterbach zum Aussteigen. Von Interlaken und Brienz nach Unterschwanden werden die Preise um 2 Franken reduziert – auch das gibts –, dafür von Meiringen her um 3 Franken angehoben.

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