Mathys und Strähl siegten in Rekordzeit

Adelboden

Der zehnte Vogellisi-Berglauf wurde mit dem Streckenrekord von Christian Mathys und Martina Strähl gewonnen. Schnellste Oberländer waren Martin von Känel und Conny Berchtold.

Christian Mathys war nicht nur der Tagesschnellste, sondern stellte auch gleichzeitig noch einen Streckenrekord auf.<p class='credit'>(Bild: Peter Russenberger)</p>

Christian Mathys war nicht nur der Tagesschnellste, sondern stellte auch gleichzeitig noch einen Streckenrekord auf.

(Bild: Peter Russenberger)

Nach zwei Durchführungen mit Hudelwetter wurden die Organisatoren bei der Jubiläumsausgabe «10 Jahre Vogellisi-Berglauf» am Sonntag mit Prachtwetter belohnt. Mit 955 Startenden in den drei Wettbewerben Berglauf, Walking/Nordic Walking und Kinder-Berglauf gab es beim Jubiläum einen neuen Teilnehmerrekord. «Eigentlich hätten wir bei diesen Traumverhältnissen erwartet, dass die Teilnehmerzahl beim Jubiläum erstmals die magische Zahl 1000 übersteigt. Aber mit 955 statt 948 Teilnehmern dürfen wir auch zufrieden sein», fand Medienchefin Ursula Gabelmann.

Vom Panorama «beflügelt»

Das Organisationskomitee um Präsident Ruedi Schranz konnte sich auch an den neuen Streckenrekorden von Christian Mathys und Martina Strähl erfreuen. Beide gewannen den Goldsprint (km 4) und gaben die Spitze bis auf das Sillerenbühl nicht mehr ab. «Das einmalig schöne Bergpanorama und die idealen Laufverhältnisse haben mich beflügelt», meinte der 26-jährige Seeländer zu seinem Rekordlauf. Er verbesserte den Streckenrekord von Anders Holmberg um 24 Sekunden auf 56:48. Der schnellste Swiss-Linienpilot war 2011 Schweizer Bergmeister und Zwölfter an den Europameisterschaften in der Türkei. Ungefährdeter Zweiter wurde der Franzose Samir Baala.

Von Känel zufrieden

Im Kampf um den dritten Platz bei den Männern kam es zu einem spannenden Duell zwischen Altmeister Martin von Känel und dem 29-jährigen Gigathlon-Singlesieger Samuel Hürzeler. Von Känel, der vierfache Sieger dieses Berglaufes, musste als jetzt 45-Jähriger dem Alter letztlich Tribut zollen. «Ich war auf dem Hahnenmoos noch Zweiter, musste dann aber in den Abwärtspartien zurückhaltend sein. Ich bin bei dieser guten Besetzung mit meinem vierten Overall-Platz und dem Kategoriensieg mehr als zufrieden», freut sich der dreifache Familienvater. Der Postangestellte ist einer der 28 Jubilare, welche an allen zehn Läufen teilgenommen haben.

Auch Samuel Hürzeler, Gwatt, strahlte, weil er wusste, dass er für den Inferno-Triathlon und die Qualifikation für den Powerman von Hawaii auf Kurs ist.

«Ein Traumlauf»

«Es ist mir von A bis Z ein Traumlauf gelungen», frohlockte Martina Strähl über ihre Rekordgala. Es gelang der 26-jährigen Solothurnerin, den Streckenrekord von Daniela Gassmann von 1:06:01 auf 1:04:33 zu senken. Die mehrfache Berglauf-Europa- und Schweizer Meisterin strebt nun beim prestigeträchtigen Jungfrau-Marathon einen Top-Ten-Platz an.

Zweitschnellste war die Engländerin Anna Lupton. Die in Manchester wohnende Bibliothekarin liess vor zwei Jahren mit einem Sieg beim Stockhorn-Halbmarathon aufhorchen. Beim Jungfrau-Marathon war die 35-Jährige gute Zwölfte.

Berchtold auf Platz 3

Die Ehre, schnellste Oberländerin zu sein, fiel der drittklassierten Spiezerin Conny Berchtold zu. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf. Es ging gut, und ich musste mit niemandem ‹chätschen›», freute sie sich. Auch die von Trainerlegende Richard Umberg trainierte zweifache Mutter hat den Jungfrau-Marathon neben dem Frankfurter Marathon zum Saisonziel erklärt.

Berner Oberländer

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