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Schulleitung krebst zurück und erlaubt Kopftuch

Der Thuner Gemeinderat und die Schulleitung lenken ein: Eine Neuntklässlerin darf den Unterricht mit Kopftuch besuchen.

Der Haupteingang zur Oberstufenschule Länggasse: Die 14-jährige Muslimin, welche in der 9.Klasse ist, darf ab sofort mit ihrem Kopftuch den Unterricht besuchen.
Der Haupteingang zur Oberstufenschule Länggasse: Die 14-jährige Muslimin, welche in der 9.Klasse ist, darf ab sofort mit ihrem Kopftuch den Unterricht besuchen.
Patric Spahni
Roman Gimmel: «Die  Schulleitung hat richtig gehandelt.»
Roman Gimmel: «Die Schulleitung hat richtig gehandelt.»
Markus Hubacher
Szene aus einem Schulzimmer in Deutschland: Eine Schülerin trägt im Unterricht ein Kopftuch.
Szene aus einem Schulzimmer in Deutschland: Eine Schülerin trägt im Unterricht ein Kopftuch.
Keystone
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Der Kopftuchvorfall an der Thuner Oberstufenschule Länggasse, den die «SonntagsZeitung» aufgegriffen hatte, gab auch am Montag noch viel zu reden. Nicht nur in diversen nationalen Medien und Chatforen, sondern auch innerhalb der Thuner Schulbehörde.

Am Montag trafen sich die beiden Co-Schulleiter Roland Pfäffli und Herbert Graf, Gemeinderat und Bildungsvorsteher Roman Gimmel (SVP), der Schulkommissionspräsident Markus van Wijk, der Schulinspektor Bernhard Häsler sowie der Chef des Amtes für Bildung und Sport der Stadt Thun Frank Heinzmann zu einer Besprechung der Situation. Fazit: «Im Sinne einer individuellen Ausnahmeregelung gestattet die Schulleitung dem Mädchen den Besuch des Unterrichts mit Kopftuch», teilte die Stadt dann am Nachmittag in einem Mediencommuniqué mit. Schulleitung und Klassenlehrer hatten die 14-Jährige letzte Woche mit dem Hinweis auf die geltende Hausordnung zunächst zweimal nach Hause geschickt.

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