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Letzte Fahrt der nostalgischen Sesselbahn zum Oeschinensee

Die Sesselbahnromantik am Oeschinensee im Berner Oberland hat ein Ende: am Wochenende fahren die nostalgischen Holzsessel zum letzten Mal. Sie werden durch eine neue Gondelbahn ersetzt.

Wer sich die Fahrt von Kandersteg an den Oeschinensee in der 1948 gebauten Bahn gönnte, nahm in seitlich angehängten, hölzernen Zweiersesseln Platz. In der Schweiz gab es bisher nur noch zwei Bahnen dieser Art, am Oeschinensee und am Weissenstein im Kanton Solothurn. Auch dort gibt es Pläne, die Bahn zu ersetzen.

Der Heimatschutz hätte die alten Sesselbahnen gerne erhalten und setzte sich auch auf dem Verfahrensweg für das «einzigartige Stück Schweizer Seilbahngeschichte» ein.

So focht der Heimatschutz das Konzessionsgesuch für die neue Achtergondelbahn zum Oeschinensee an. Die Richter gewichteten das allgemeine Interesse am Bau einer modernen Anlage jedoch höher als der Erhalt der alten Bahn.

Im Vordergrund müsse die Sicherheit der Fahrgäste stehen. Und diese sei bei der alten Anlage nach Ansicht der Richter in kommenden Jahren wohl nur mit grossem Aufwand garantierbar.

Dazu kommt auch, dass die Förderkapazitäten der Zweiersessel längst nicht mehr heutigen Anforderungen genügen. Auf einen Gang vor Bundesgericht verzichtete der Heimatschutz schliesslich.

Die alten Holzsessel werden nach Stillegung der Bahn an die Meistbietenden versteigert, wie auf der Homepage der Bahn zu lesen ist. Die neue Gondelbahn soll voraussichtlich an Weihnachten in Betrieb gehen. In der Übergangszeit vom 8. September bis Ende Oktober steht ein Bus-Shuttle-Betrieb an den Oeschinensee zur Verfügung.

SDA/mus

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