KWO kämpfen gegen tiefen Strompreis

Grimsel

Die KWO haben weiter mit dem tiefen Strompreis zu kämpfen. Verwaltungspräsident Werner Luginbühl zeigte sich an der Generalversammlung optimistisch.

Eine Maschine wird im Kraftwerk Innertkirchen 1 eingebaut. Eine der Stärken der KWO ist, dass sie solche Arbeiten selbst durchführen können.

Eine Maschine wird im Kraftwerk Innertkirchen 1 eingebaut. Eine der Stärken der KWO ist, dass sie solche Arbeiten selbst durchführen können.

(Bild: zvg)

Samuel Günter@samuel_guenter

«Zwar habe ich meinen Optimismus noch nicht verloren, aber er hat im letzten Jahr schon einige Dämpfer eingefangen», erklärte Verwaltungsratspräsident Werner Luginbühl am Freitag an der Generalversammlung der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) im Grimsel-Hospiz. Was die langfristige Entwicklung der Wasserkraft angehe, sei er weiter optimistisch, präzisierte er. «Die Dämpfer betreffen die kurzfristige Entwicklung.»

Die Aufhebung der Frankenuntergrenze habe sich auch auf den Strompreis ausgewirkt, der noch weiter gesunken sei. Der erhöhte Druck habe dazu geführt, dass die grossen Elektrizitätsversorgungsunternehmen nach Subventionen auch für die bestehenden Grosswasserkraftwerke verlangten. Er sei eigentlich kein Freund von Subventionen, meinte Luginbühl. «Aber es geht darum, das alle gleich lange Spiesse haben.» Mit der Frage nach Subventionen befasst sich Luginbühl auch in einer anderen Funktion, als Ständerat ist er Mitglied der zuständigen Kommission.

Die KWO versuchen sich auf die Rahmenbedingungen einzustellen. Zurzeit laufe das Projekt «KWO in einem neuen Umfeld». Die Analysephase sei abgeschlossen. «Nun werden mögliche Massnahmen definiert und abgetieft.» Der Prozess soll Ende November abgeschlossen sein, dann werde man auch die Resultate kommunizieren.

Biasiuttis letzte GV

2014 produzierten die KWO mit 2070 Gigawattstunden weniger Strom als andere Jahre. Hauptgrund dafür sei die Entleerung des Räterichsbodensees gewesen. Bei einem Umsatz von 177 Millionen Franken erwirtschafteten die KWO einen Gewinn von 7 Millionen. Sämtliche Geschäfte wurden von den Vertretern der vier Aktionäre ? BKW und den Städten Bern, Basel und Zürich ? einstimmig genehmigt.

Laut Direktor Gianni Biasiutti seien die verschiedenen Investitionsprojekte auf Kurs. Dabei schaffe man es, auch dank den eigenen Fachkräften, unter dem «schon ehrgeizigen Budget» zu bleiben. Es war die letzte KWO-GV von Biasiutti. Er wird das Unternehmen kommenden März verlassen.

Berner Zeitung

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