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Keine Messe für Kalorienzähler

Trüffel, Bauernwurst oder Ziegenkäse: Die Oberländer treffen sich derzeit in Thun zum Gaumenschmaus. Die gestern eröffnete Ausstellung Neuland zeigt Kulinarisches und Köstliches aus dem Berner Oberland.

Rüebli, Blumenkohl und Sellerieknollen schmücken hübsch angerichtet in weissen Keramikschalen den Eingang zur 12. Ausgabe der Ausstellung Neuland Berner Oberland in Thun. Das gesunde Grün weist damit auch gleich auf das diesjährige Messemotto «Köstliches Berner Oberland» hin. An der gestern auf dem Expo-Gelände in Thun eröffneten Ausstellung ist indessen nicht nur von Rohkost die Rede. «Das Berner Oberland bringt unzählige Qualitätsprodukte hervor», sagte Roland Beer, Präsident von Gastro Bern Region Saanenland, gestern in seiner Eröffnungsrede. Und diese Produkte seien erst noch ein sicherer Wert, meinte der Gastronom in Anspielung auf die allgegenwärtige Finanzkrise. Roland Beer zeigte sich jedenfalls überzeugt: «Das Motto verspricht eine interessante und abwechslungsreiche Oberländer Schau.» Und in der Tat: Wer in diesem Jahr die Ausstellung Neuland besucht, sollte nicht gesättigt anreisen. Von der Schwarzenegger Bauernwurst über die Meringue aus Meiringen oder den Ziegenkäse lässt sich degustieren, was das Herz begehrt.

Trüffel aus Hilterfingen

Ganz besonders kulinarisch geht es in der Schauküche zu und her. Urs Wandeler, Küchenchef im Hotel-Restaurant Schönbühl in Hilterfingen, zauberte gestern zur Freude des Publikum eigens eine Justistaler Alpkäsesuppe mit Trüffeln aus Hilterfingen auf den Degustationsteller. Und weil Degustieren gluschtig macht, gönnten sich die Messebesucher nach Vorspeise und Hauptgang natürlich auch das Dessert mit Sigriswiler Heidelbeeren. Vom Dessert begeistert zeigte sich gestern ebenfalls die elfjährige Saskia Fahrni aus Uetendorf. Allerdings meinte sie nicht die Schlemmereien vom Spitzenkoch. Angetan hatten es ihr vielmehr die eigenen Güezi, welche die Schülerin gestern unter Anleitung von Lernenden des Oberländer Bäcker- und Konditormeisterverbandes gleich selber in den Ofen schieben konnte.

Etwas ruhiger als in der Schauküche und in der Backstube ging es gestern am Stand des Thuner Vereins für Pilzkunde zu und her. «Weil die Pilzsaison am Abklingen ist, helfen wir uns mit Zuchtchampignons aus», erklärte Vereinspräsident Heinz Weissmüller. In der Pilzpfanne brutzelten denn auch Champignons im Speckmantel.

...zum Vitalcheck

Wer sich mit all diesen Köstlichkeiten den Magen schliesslich vollgeschlagen hat, kann sich an der Neuland auch gleich einem Vitalcheck unterziehen oder sich die Beine an der Pferdeschau vertreten. Vom Esel über den Muli bis zum Warmblutpferd sind dort über 20 Tiere aus dem Berner Oberland zu sehen.

Holz als Energieträger

Eine weitere Möglichkeit, um die Verdauung anzukurbeln, ist ein Gang durch die Sonderschau der Holz verarbeitenden Betriebe im Berner Oberland. Schwerpunkt der Schau ist Holz als nachwachsender Energie- und Baustoff. «Die Holzverarbeitung ist ein zunehmend wichtiger Wirtschaftszweig im Berner Oberland», betonte Waldbesitzer und Nationalrat Erich von Siebenthal. An der Sonderschau von Beo Holz ist ein Modell des Fernheizwerks Meiringen zu sehen. Zudem zeigen junge Zimmerleute ihr Können.

Die Ausstellung Neuland auf dem Expo-Gelände in Thun ist heute Freitag und morgen Samstag jeweils ab 13.30 bis 21 Uhr geöffnet. Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Eintritt Erwachsene Fr.8.–, Jugendliche Fr.3.–.

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