Kein Rekord-Bungee-Jumping in Isenfluh

Isenfluh

Die Verhandlungen zum Projekt einer Bungee-Plattform in Isenfluh sind gescheitert. Nun muss der Regierungsstatthalter einen Entscheid fällen.

Von hier aus wäre man gesprungen: Blick Richtung Tal.

Von hier aus wäre man gesprungen: Blick Richtung Tal.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Das Projekt einer neuen Bungee-Plattform für 500'000 Franken der Firma Outdoor Interlaken AG in Isenfluh (Gemeinde Lauterbrunnen) kommt nicht voran. «Die Einigungsverhandlung ist – wie zu erwarten war – gescheitert», erklärte dazu am Mittwoch Hans Fritschi von Pro Natura Berner Oberland. Nach der öffentlichen Auflage in der Gemeindeverwaltung Lauterbrunnen im Juli sind vier Einsprachen eingegangen. Neben Pro Natura haben ein Anwohner und zwei weitere Parteien Einsprache erhoben. Pro Natura bemängelte das Fehlen eines ausführlichen ökologischen Gutachtens. Das Projekt stehe im Gegensatz zum touristischen Leitbild. Weiter verwies Pro Natura auf schlechte Erfahrungen mit Outdoor Interlaken, aber auch mit der Gemeinde Lauterbrunnen.

Gegen Letztere hat Pro Natura sogar eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht. «Wir sind uns bewusst, dass ein solches Projekt Fragen und Widerstände aufwirft, und aus diesem Grund sind wir von Anfang an offen und transparent darauf eingegangen und haben den Dialog gesucht und geführt», erklärte im Juli Philippe Willi, Geschäftsleitungsmitglied der Outdoor Interlaken AG.

Unterstützung erhielt das Projekt aus der einheimischen Tourismusbranche. Gemäss Willi sei das Vorhaben nach Gesprächen mit diversen Stellen das Projekt schon angepasst worden. Offenbar nicht genug: «Pro Natura Berner Oberland und ihre Dachorganisationen bleiben selbstverständlich dran», erklärt dazu Fritschi.

Willi bestätigte am Mittwoch das Scheitern der Verhandlungen: «Die Sitzung hat zwei Stunden gedauert und war sehr umfangreich». Man warte derzeit das Sitzungsprotokoll des Regierungsstatthalteramtes ab. «Aufgrund dessen werden wir dann entscheiden, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht.»

Nun entscheidet Statthalter

Bewilligungsbehörde für die Bungee-Plattform ist das Regierungsstatthalteramt. «Der Regierungsstatthalter muss nun entscheiden, ob es eine Baubewilligung gibt», erklärte am Mittwoch Sandro Wegmüller, stellvertretender Regierungsstatthalter. Wann dieser Entscheid getroffen werde, könne man zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen, da sicher noch weitere Abklärungen getroffen werden müssten. Danach hätten die Parteien die Möglichkeit, den Fall vor die nächsthöhere Instanz weiter zu ziehen – Zum Rechtsamt der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt