Grabenmühle öffnet ihre Türen

Sigriswil

Von Guntens am Guntenbach haben mit ihrer Grabenmühle Grund zur Freude. Über 30 Jahre haben sie ihren Betrieb zum florierenden Familienunternehmen ausgebaut. Am Samstag, dem 15. Mühlentag, wird dies gefeiert.

Die Grabenmühle feiert am Samstag ihr 30-jähriges Bestehen und lädt dazu zum Tag der offenen Tür.<p class='credit'>(Bild: Hans Peter Roth)</p>

Die Grabenmühle feiert am Samstag ihr 30-jähriges Bestehen und lädt dazu zum Tag der offenen Tür.

(Bild: Hans Peter Roth)

30 Jahre ist es diesen Sommer her, seit die Grabenmühle in Sigriswil ihre Türen öffnete. Eigentümer und Betreiber Andreas von Gunten blickt auf eine «anstrengende, aber schöne Zeit» zurück, die 1982 zuerst mit dem Umbau der Gebäude am Guntenbach und – nebst vielem mehr – der Installation eines ersten Mühlerades begann; denn ein solches war längst nicht mehr vorhanden.

Langsam, Stück für Stück, wurde die Grabenmühle ihrem Namen wieder gerecht. «Die ersten 10 Jahre, von 1985 bis 1995, betrieben wir die Grabenmühle nebenher, als Hobby sozusagen», erinnert sich Andreas von Gunten. Seit 20 Jahren aber ist die Grabenmühle der Haupterwerb, ein florierendes Kleinunternehmen mit fünf Angestellten, geführt von Andreas, seiner Frau Brigitte und Tochter Rebekka. Als Institution nicht mehr wegzudenken aus Sigriswil, 250 Meter über dem Thunersee.

Gegen hundert Mühlen

Naheliegend also, dass die Grabenmühle auch am morgigen Schweizer Mühlentag teilnimmt, wie gegen hundert weitere Mühlen in der gesamten Schweiz. Seit vielen Jahren arbeitet die Mühle am Guntenbach eng mit der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde zusammen, die den Mühlentag bereits zum 15. Mal jeweils am Samstag nach Auffahrt organisiert.

Dem Unternehmergeist von Andreas von Gunten und der Expertise der Mühlenfreunde ist es beispielsweise zu verdanken, dass das in den 90er-Jahren erneuerte Grabenmühle-Rad seit 1999 auch Ökostrom für ungefähr zwei Haushaltungen produziert.

Innovationspreis für Berglandwirtschaft

Heute baut der Betrieb Grabenmühle auf drei Standbeine: den Freizeitpark am Guntenbach mit Beizli und verschiedensten Angeboten vom Forellenfischen bis zum Goldschürfen, die Belieferung von Gastrobetrieben mit hauseigenen Fisch- und Fleischprodukten sowie Marktstände in Thun, Interlaken und Konolfingen.

Für ihren stetigen, nachhaltigen Ausbau der Grabenmühle gewann die Familie von Gunten 2007 den Innovationspreis Berglandwirtschaft. Innovativ denken von Guntens am Guntenbach auch weiter, überlegen sich den Bau eines kleinen Wirbelkraftwerks und machen sich auch Gedanken über den «in nicht allzu weiter Ferne liegenden Generationenwechsel.»

Berner Zeitung

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