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Gemeinde führt Tagesschulen ein

Steffisburg führt ab August die Tagesschule ein. An drei Standorten gibts Mittags- und Nachmittagsbetreuung.

Ab nächsten Sommer auch in Steffisburg möglich: Die Gemeinde lanciert – wie auf dem Bild in Walkringen – auch in Steffisburg eine Tagesschule mit Betreuung.
Ab nächsten Sommer auch in Steffisburg möglich: Die Gemeinde lanciert – wie auf dem Bild in Walkringen – auch in Steffisburg eine Tagesschule mit Betreuung.
Thomas Peter

Ab heute wird in den Steffisburger Schulen das Informationsblatt zur Tagesschule Steffisburg verteilt. Anmeldungen sind ab Mitte Mai möglich (vgl. Kasten). Gestern stellte Bildungsvorsteherin Ursulina Huder das Angebot vor, das bei entsprechendem Bedarf durch das neue Volksschulgesetz vorgeschrieben wird. Den Bedarf hatte eine Umfrage klar aufgezeigt. «Wir machen es etwas anders als andere Gemeinden», erklärte Ursulina Huder.

Steffisburgs «anderer Weg»

Steffisburg gleist das Angebot nicht selber auf, sondern übergibt die Administration dem Verein leolea («Lebensorte und Lebensart für Kinder») aus Bern. «Zwei Argumente sprachen dafür: Die grosse Erfahrung von leolea mit solchen Projekten und die Tatsache, dass wir die Tagesschule dadurch auch während der Schulferien anbieten können, wo das Bedürfnis ebenfalls vorhanden ist.» Leolea hat eine Leistungsvereinbarung mit Steffisburg und stellt das Personal auf eigenes Risiko ein. Finanziert wird das Angebot über Eltern- und Kantonsbeiträge. Kosten entstehen für die Gemeinde nur insofern, als sie die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Diese zu finden, war denn auch eines der Hauptprobleme in der Projektphase. Fündig wurde man beim Schulhaus Erlen (nur Mittag), beim Pavillon des Schulhauses Kirchbühl im Oberdorf und im Unterdorf beim Kindergarten Schwäbis am Eschenweg. Der Schwäbis-Kindergarten wird ab Sommer beim Doppelkindergarten Günzenen geführt, wo einer der Kindergärten nicht benutzt wurde. «Damit haben wir im Schwäbis eine tolle Aussenanlage. Es war uns ausserdem wichtig, verschiedene Standorte zu haben, um die Wege kurz zu halten», erklärte Denise D’Orazio. Die Steffisburger Schulleiterin wird neu Leiterin der Tagesschule und soll dank ihren Kontakten und Erfahrungen für eine gute Vernetzung sorgen.

Mit geschulten Pädagogen

«Mindestens die Hälfte des Personals wird eine pädagogische Ausbildung haben, und es wird immer mindestens eine Fachperson anwesend sein», versprach Christiane Bohni, Geschäftsführerin von leolea. Zwischen sieben und zehn Personen dürften von der Tagesschule beschäftigt werden – eine genaue Planung ist jedoch erst nach den definitiven Anmeldungen möglich. «Nach unserer Erfahrung starten die Angebote verhalten, haben dann aber innerhalb von zwei Jahren grossen Zuwachs», so Bohni. Es gehe jetzt darum, Vertrauen aufzubauen und den Kindern konstante Betreuungspersonen zu bieten. «Wir gehen zur Zeit von einer Nachfrage von etwa 30 Plätzen aus», sagte Ursulina Huder, doch das sei auf Basis der Umfrage schwierig einzuschätzen. «Wir freuen uns über das neue Angebot und sind überzeugt, dass es sich entwickeln wird.»Thomas Kobel>

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