Geforderte Dokumente wurden veröffentlicht

Saanenland-Obersimmental

Die Bergbahnen Destination Gstaad haben Dokumente zum Konzept «Konzentration» veröffentlicht. Dies, nachdem ein Bürger von Saanen an der letzten Gemeindeversammlung für Aufregung sorgte.

Knapp tausend Personen besuchten die Informationsveranstaltung der Bergbahnen Destination Gstaad AG im letzten Dezember. Die neuen Entwicklungsvarianten sind nun schon wieder Geschichte.

Knapp tausend Personen besuchten die Informationsveranstaltung der Bergbahnen Destination Gstaad AG im letzten Dezember. Die neuen Entwicklungsvarianten sind nun schon wieder Geschichte.

(Bild: Marius Aschwanden)

Nachdem das Konzept «Konzentration» der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) gescheitert war und diverse Sofortmassnahmen hatten ergriffen werden müssen (wir berichteten), gerieten die BDG an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Saanen vor rund zwei Monaten erneut unter Kritik: Ein Bürger forderte Einsicht in diverse Dokumente der BDG. So etwa in den Vertrag im Zusammenhang mit dem Projekt Konzentration von Herbst 2008 (inklusive Anpassungen bis Ende März 2013), aber auch in den Anstellungsvertrag des CEO oder in die von diesem geleisteten Überstunden.

Den Forderungen zur Einsicht in den Vertrag im Zusammenhang mit dem Projekt – mit 64 Ja- und 18 Nein-Stimmen durch das Stimmvolk angenommen – sind die BDG nun nachgekommen. Am Montag veröffentlichten sie online die gesamte Strategie 2018 des Konzeptes «Konzentration» mit dazugehörigem Investitionsplan und den Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Fassung 2008). Publik gemacht wurde auch der gesamte Zahlungsfluss der beteiligten Gemeinden an die BDG und eine detaillierte Spatenrechnung pro Anlage.

Neue Pläne schon begraben

Zu den längerfristigen Entwicklungen der BDG kann Armon Cantieni, Direktor BDG, zurzeit keine Auskunft geben. Die drei Entwicklungsvarianten der BDG «Fokus light», «Fokus» und «Vision» wurden an einem Informationsanlass im vergangenen Dezember vorgestellt. Je nach Konzept hätten sie bis 2024 Investitionen zwischen 140 und 263 Millionen Franken umfassen können (wir berichteten). Doch die Projekte wurden schon wieder begraben: «Es wurde ersichtlich, dass die drei Entwicklungskonzepte so nicht entstehen werden», sagt Aldo Kropf, Saanens Gemeindepräsident. «In einer gegründeten Eigentümerstrategie wird nun entschieden, in welche Richtung es gehen soll. Und es wird erarbeitet, welche Bergbahnen für die Attraktivität unseres Angebotes erforderlich sind und welche nicht.» Die Frage sei, für was sich die Gemeinde Saanen in Sachen Bergbahnen engagiere könne.

Bürger warten auf Antworten

An der Gemeindeversammlung Saanen vom letzten März wurden nicht nur die Bergbahnen gefordert: Der Gemeinderat wird dem Stimmvolk an der Gemeindeversammlung vom kommenden 20.Juni aufzuzeigen haben, a) wie er an der nächsten Generalversammlung der Bergbahnen die Interessen der Bürger vertreten will, b) welche Garantien und Bürgschaften die Gemeinde für Verpflichtungen der BDG abgegeben hat und c) wie die Gemeinde Saanen die Zahlungsbereitschaft der BDG für die nahe Zukunft sicherstellen will.

dt/BO/pd

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