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Freude am Lernen als Lebenlust

Im Schloss Thun wurde das fünfte nationale Lernfestival eröffnet. Man war sich einig: Lernen ist ein Dauerprozess und wichtig für die Schweizer Bildungsqualität.

Auch für Thun. Noch fast wichtiger sei aber die Freude am Lernen. Thun als Bildungsstadt: Über diesen bekannten Slogan wurde vorgestern Abend im Schloss Thun anlässlich der Eröffnung des nationalen Lernfestival nicht referiert.

«Der Zweck ist nicht, Bildungsangebote zu verkaufen, sondern die Freude am Lernen zu wecken», betonte Ruth Jermann, welche das nationale Lernfestival seit 1999 leitet. Wer Lust am Lernen hat, der solle das auch tun und zwar nach Lust und Laune: «Wir sind uns bewusst, das auf dem Bildungsmarkt ein Konkurrenzdenken im Preisbereich besteht. Doch das Lernen und das Bedürfnis jedes Einzelnen muss im Vordergrund stehen», sagte Jermann weiter. Deshalb stehen am nationalen Lernfestival nicht Präsentationen von Ausbildungsinstituten im Vordergrund, sondern Angebote um die Lerngelüste zu fördern. Qualität vor Preis

SP-Nationalrat Rudolf Strahm ist nicht nur Preisüberwacher der Schweiz, sondern auch Präsident vom SVEB, dem Schweizerischen Verband für Weiterbildung. Während seiner Rede in Thun betonte er, dass der Staat den Bildungsrahmen punkto Unterstützung in Zukunft setzen müsse: «Doch soweit sind wir bei weitem noch nicht», kritisierte Strahm und appellierte, dass nicht alleine die Ausbildungspreise massgebend seien, sondern dass vor allem die Qualität der angebotenen Ausbildungen zum Lust am Lernen im Vordergrund stehen müssten.

Isabelle Chassot, freiburger CVP-Regierungsrätin und Präsidentin der Kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz, betonte in ihrer Ansprache, dass man in der kantonalen Politik auf Bildungsebene nicht nur diskutieren, sondern auch handeln müsse. Chassot appellierte ebenfalls, dass die Ausbildungsqualität im Vordergrund stehe und dass betreffend finanzieller Unterstützung auch auf kantonaler Ebene Transparenz geschaffen werden müsse.

Lernen im Vordergrund

Am Lernfestival selbst, welches vom 4. bis 14. September dauert, steht im Vordergrund, dass das Lernen zu einem eigentlichen Lebenselixier wird: «Das Lernen soll dabei im Vordergrund stehen. Denn Lernen muss Freude machen. Deshalb heisst es auch Lernfestival», erklärte Ruth Jermann. Die schweizweiten Angebote sind vielseitig. Von Diktaten, nächtlichen Stadtführungen über einen Event zum Thema Weinbau, stehen rund 1200 kostenlsoe Veranstaltungen in 22 Kantonen auf dem Programm. Wenig in Thun Das Lernfestival geht in Thun und dem Berner Oberland praktisch ohne Angebote über die Bühne. Im Gwattzentrum findet am 7. September ein Anlass unter dem Motto «Lernfest Kirche – die heilige Alltäglichkeit» statt, welches die Reformierte Kirchgemeinde Bern Jura Solothurn organisiert. «Ich bedauere, dass in Thun und dem Berner Oberland der Funke noch nicht hinüber gesprungen ist», sagte Jermann zu dieser Tatsache.

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