Franz Arnold: «So etwas ist hier noch nicht vorgekommen»

Spiez

Unbekannte drangen in der Nacht auf Montag in das Schulhaus Hofachern in Spiez ein, durchsuchten einige Räume und entwendeten Laptops. Die Gemeinde hat kurzfristig verfügt, den Unterricht ausfallen zu lassen.

Nach dem Einbruch in der Nacht blieb das Schulhaus Hofachern gestern Vormittag für die Schüler geschlossen. Stattdessen war die Kantonspolizei vor Ort, um Spuren zu sichern.

Nach dem Einbruch in der Nacht blieb das Schulhaus Hofachern gestern Vormittag für die Schüler geschlossen. Stattdessen war die Kantonspolizei vor Ort, um Spuren zu sichern.

(Bild: Markus Hubacher)

Eine Überraschung zum Wochenstart erlebten gestern früh die rund 120 Schüler der Primarschule Hofachern. Kurz bevor sie von ihren Eltern auf den Schulweg geschickt wurden, klingelte das Telefon. Ergebnis: Alles auf Stopp, am Vormittag fällt der Unterricht aus. Der Grund für die ungewöhnliche Nachricht, die die Eltern per Telefonkette weiterverbreiteten, war ein Einbruch im Schulhaus. «Wir haben uns kurzfristig dazu entschlossen, die Schüler vom Unterricht zu befreien, da eine seriöse Spurensicherung und Tatbestandaufnahme sonst nicht möglich gewesen wären», erklärte Spiez’ Gemeindepräsident Franz Arnold die ungewöhnliche Massnahme. Die Kinder, deren Eltern nicht so kurzfristig reagieren konnten, seien in der Struktur der Tagesschule untergebracht worden, um die Betreuung zu gewährleisten, führt Arnold weiter aus.

Schaden nicht zu beziffern

So viel also zu den Betreuungsfragen. Aber was war denn nun genau im Schulgebäude passiert? Wie der Gemeindepräsident berichtet, waren unbekannte Täter am Wochenende ins Gebäude eingedrungen, hatten auf der Suche nach elektronischen Gerätschaften mehrere Klassenräume sowie das Lehrerzimmer aufgebrochen und durchsucht und eine Reihe von Laptops erbeutet. «Dabei ist leider auch ein Sachschaden entstanden, der zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beziffern ist», bedauert der Gemeindepräsident.

Keine Schuldaten verloren

Bei den Laptops handelt es sich um Übungsgeräte für die Schüler. Das Notebook von Schulleiter Kurt Mühlethaler habe sich zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht im Gebäude befunden. «Somit sind auch keine wichtigen Schuldaten verloren gegangen», sagt Franz Arnold. Trotzdem seien die Betroffenheit und die Irritation nach der Tat gross. Denn: «Ein Einbruch in eine Schule ist hier noch nicht vorgekommen.»

«Nichts Auffälliges»

Auch die Polizei befindet sich noch in den Ermittlungen und konnte gestern keine näheren Angaben zu Tathergang und Tätern machen. Wie Kapo-Pressesprecherin Ramona Mock gestern auf Anfrage erklärte, kämen Einbrüche in Schulhäuser zwar immer wieder einmal vor, «aber in letzter Zeit gab es diesbezüglich nichts Auffälliges.» Und so lässt sich nur der Zeitpunkt des Einbruchs etwas näher definieren. Franz Arnold: «Das muss in der Nacht auf Montag passiert sein, denn am Sonntagnachmittag war noch ein Lehrer im Gebäude und hat gearbeitet.» Am Nachmittag ging der Unterricht im Schulhaus Hofachern gestern übrigens wieder wie gewohnt weiter – nur ohne Laptops.

Berner Oberländer

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