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Forscher warnen vor verwaisten Alpen

Forscher befürchten auf Grund von drei Umfragen, dass in der Schweiz in Zukunft immer weniger Landwirte ihre Tiere auf eine Alp schicken. Im Berner Oberland wurden im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2006 jedoch sogar mehr Tiere gezählt, die zur Alp gingen. Die Zahl der Schafe nimmt aber ab.

Tiere auf den Alpen prägen die Landschaft im Oberland. Hier eine Alp im Diemtigtal mit Aussicht auf die Stockhornkette.
Tiere auf den Alpen prägen die Landschaft im Oberland. Hier eine Alp im Diemtigtal mit Aussicht auf die Stockhornkette.
Sylvia Mösching

Im Rahmen des Projekts Alpfutur, das die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft sowie die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon koordinieren, wurde die aktuelle Situation der Alpwirtschaft untersucht. Forscher kamen nach drei Umfragen zum Ergebnis: Die Alpwirtschaft ist in der Schweizer Landwirtschaft nach wie vor stark verankert. 48 Prozent aller tierhaltenden Landwirtschaftsbetriebe beziehungsweise 41 Prozent aller Schweizer Betriebe sömmern ihre Tiere.Allerdings wird die Fläche, die ein Landwirt als Weide brauchen kann, im Vergleich zu früher steigen, weil ein Bauerngut heute grösser sein muss, um rentabel bewirtschaftet werden zu können. Deshalb besteht gemäss den Forschern die Gefahr, dass immer weniger Landwirte ihre Tiere im Sommer auf eine Alp schicken, weil sie genügend Futter für die Tiere haben.

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