Feuerwerk aus dem Sortiment verbannt

Nicht nur Detailhändler wie Migros oder Coop verkaufen wegen des Feuerwerksverbots ab sofort keine entsprechenden Artikel mehr, sondern auch die Landi und Schaufelberger. Dort hatte der Verkauf diese Woche bereits begonnen.

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Das seit vorgestern kantonsweit gültige Feuer- und Feuerwerksverbot hat auch Auswirkungen auf die Verkäufe entsprechender Artikel in Thun und Umgebung. Beim Warenhaus Schaufelberger im Bälliz in Thun wurde mit dem Verkauf von Feuerwerk bereits am Mittwoch begonnen. «Am Donnerstagabend um 18.30 Uhr haben wir den Verkauf vorerst, aber bis auf weiteres eingestellt», sagt Peter Allenbach, Geschäftsführer bei Schaufelberger.

Die Kunden seien über die Änderung informiert worden. «Falls sich die Situation ändern und das Verbot wieder aufgehoben würde, könnten wir relativ rasch reagieren», so Allenbach weiter. Was bei Schaufelberger weiterhin erhältlich ist, sind bedenkenlose 1.-August-Artikel wie Schweizer Fahnen oder Lampions.

Laut Allenbach hat der Feuerwerksverkauf bei Schaufelberger Tradition und deshalb durchaus auch «wirtschaftlich eine gewisse Bedeutung». Der Geschäftsführer zeigt aber «volles Verständnis» für die Massnahme, die die bernischen Regierungsstatthalter verfügt haben. «Wir werden die Ware einlagern und nächstes Jahr verkaufen», hält Allenbach fest.

4 Prozent des Umsatzes im Juli

Vom Verbot auf dem falschen Fuss erwischt worden ist auch die Genossenschaft Landi Thun mit Läden in Steffisburg, Uetendorf, Rüeggisberg und Mühlethurnen. «Der Verkauf von Feuerwerk lief bei uns seit Montag. Nun sind wir daran, die Produkte wieder fortzuräumen», sagt Hansueli Reusser, Geschäftsleitungsmitglied in der Landi. Weil für den Handel mit den Artikeln spezielle Aussenstände installiert und zusätzliches Personal eingestellt worden sei, habe der Verkauf nicht von einer Minute auf die andere gestoppt werden können, sondern dauerte gestern und heute an.

Reusser betont, dass ein Feuerwerks- und nicht etwa ein Verkaufsverbot erlassen worden sei. «Dennoch ist es für uns aus moralischen Gründen klar, dass wir in der jetzigen Lage kein Feuerwerk mehr anbieten.» Dies gelte für alle vier Standorte der Landi Thun.

Laut Reusser macht der Verkauf von Feuerwerksartikeln bei der Landi im Monat Juli jeweils etwa 4 Prozent des Umsatzes aus. «Letztes Jahr hat der Dauerregen den Leuten die Lust auf Feuerwerk genommen, heuer kommt uns nun das Verbot in die Quere», so Reusser weiter. Auch bei der Landi Thun sind jedoch andere 1.-August-Artikel nach wie vor erhältlich.

Thuner Tagblatt

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