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Festbändel wird 8 Franken teurer

Der Festbändel kostet am Samstag statt 17 neu 25 Franken. Damit reagiert der Verein Thunfest auf gestiegene Kosten. Neu gibts einen Bändel nur fürs Feuerwerk. Die Wirte sollen Gästen einen Bändel zur Alterskontrolle abgeben.

Das Feiern am Thunfest mit den Topacts der Musikszene – hier 6er Gascho 2008 in der Thuner Berntorgasse – wird teurer.
Das Feiern am Thunfest mit den Topacts der Musikszene – hier 6er Gascho 2008 in der Thuner Berntorgasse – wird teurer.
Patric Spahni

«Immer mehr Auflagen mit Kostenfolge – um das Thunfest-Budget im Gleichgewicht zu halten müssen wir handeln», hielt Thunfest-Vereinspräsident Niklaus Schönholzer an einer schwach besuchten Hauptversammlung (HV) fest. Die Preise für die Festbändel werden deshalb erhöht. «Im Vergleich zu anderen Stadtfesten und Konzerten sind unsere Preise immer noch ‹fast lächerlich› tief», relativierte OK-Präsident Matthias Harte. Ein Vergleich: Ein Einzelkonzert der Gruppe Myron kostet 25 Franken. Beim letzten Thunfest waren sie eine von über 20 Bands – zum gleichen Preis. Thun biete im August auch heuer am 13./14. ein hochkarätiges Musikprogramm.

Die neuen Preise

Die Versammlung hiess die Preiserhöhungen diskussionslos gut. Und so viel kostet das Festen künftig: am Freitag statt 17 neu 20 Franken (im Vorverkauf 17 Franken), am Samstag statt 17 nun 25 Franken (im Vorverkauf 22 Franken), Zweitage-bändel statt 28 nun 35 Franken (im Vorverkauf 31 Franken). «Viele Feuerwerksbesucher wollen nicht ans Fest in der Innenstadt. Darauf nehmen wir Rücksicht», begründete Schönholzer die neue Kategorie: den Bändel nur fürs Feuerwerk. Er kostet 17 und im Vorverkauf 15 Franken, ein Sitzplatz (beschränkte Anzahl) ist für 40 Franken garantiert.

Die Gründe

Zwar sei das letztjährige, verregnete Thunfest finanziell mit «einem blauen Auge» davongekommen. Bei einem Aufwand von rund 320000 Franken resultierte ein bescheidener Gewinn von 1339 Franken. Die Kosten für Infrastruktur, Sicherheit – heuer 30000 Franken –, Jugendschutz und eigene Abfallcrew steigen jedoch permanent. «Nebst Mehreinnahmen zu generieren mussten wir auch Sparmassnahmen einleiten», legte der Präsident dar. So werden etwa die happigen Posten für Musikergagen und Feuerwerk um einige tausend Franken gekürzt.

«Es gibt trotzdem ein attraktives Programm», stellte Musikchef Heinz Schmid in Aussicht. Im Visier und zum Teil bereits verpflichtet sind Gruppen wie William White, Marc Sway, Piccadilly Six, The Fires und Ueli Schmezer. «Wir werden mit diversen Neuerungen und Effekten aufwarten und im Aarebecken wieder ab vier Standorten schiessen», versprach Walter Brunner, Vertreter der Feuerwerksfirma Hamberger.

Probleme Alkohol, Gewalt

«Sorgen bereiten zunehmend die Problemkreise Sicherheit und Alkoholmissbrauch – nicht nur in Thun und am Thunfest», hielt Matthias Harte fest. Bei bis zu 100000 Besuchern in einem nicht überall abgesperrten Gelände sei eine totale Kontrolle schlicht nicht möglich. Um diese zu verbessern, sollen Wirte versuchsweise an ihre Kunden kostenlos je nach Alter unterschiedlich farbige Bändel abgeben. Das erspare weitere, oft unliebsame Personenkontrollen und – so die Hoffnung der Verantwortlichen – beuge unerlaubtem Alkoholkonsum vor.

Das nützt dann nichts, wenn die Jugendlichen den Alkohol ans Fest mitbringen. Deshalb sucht der Verein eine Lösung mit Geschäften, die am Rande der Innenstadt abendlich Alkohol verkaufen. «Sie haben den Umsatz; der Verein und die Stadt jedoch die Kosten der Folgen. Das kann es nicht sein», findet OK-Präsident Harte. «Wir wollen am Fest weder Alkoholexzesse noch Schlägereien.» Eine positive und konstruktive Reaktion auf eine Umfrage gabs bisher allerdings nicht.

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