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Familienzuwachs für 11 Monate

Wer einen Austauschschüler aus einem anderen Land für längere Zeit bei sich aufnimmt, holt sich damit ein Stück von der weiten Welt ins Wohnzimmer. Hödls aus Steffisburg habens getan – und nicht bereut.

Eine Slovakin unter Steffisburgern. Denisa Školáková (vorne Mitte) mit Gerold, Maurice, Florentyna und Myriam Hödl (von oben links im Uhrzeigersinn).
Eine Slovakin unter Steffisburgern. Denisa Školáková (vorne Mitte) mit Gerold, Maurice, Florentyna und Myriam Hödl (von oben links im Uhrzeigersinn).
zvg

Dobrý deň, jó napot oder tere. So klingt es bei den Gastschülern zu Hause, die im Rahmen eines Schüleraustausches elf Monate in der Schweiz verbringen. Eine der Schülerinnen ist Denisa Školáková aus der Slowakei. Sie wohnte von August 2012 bis zum 5.Juli dieses Jahres bei der Familie Hödl in Steffisburg, fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad ins Seefeld-Gymnasium und am Wochenende war sie mit ihren Gastgeschwistern unterwegs.

Den typischen Alltag in der Alpenrepublik mitzuerleben – das ist die Motivation vieler Schüler, die die Schweiz besuchen. «Ich wollte unbedingt Deutsch lernen», sagt Denisa. Als sie die schönen Bilder von den Bergen gesehen hat, war für sie klar, dass sie dieses Land näher kennen lernen möchte.

Voll in Familie integriert

Myriam und Gerold Hödl sowie ihre beiden Kinder Florentyna und Maurice haben Denisa voll und ganz als Familienmitglied aufgenommen. Sie waren zusammen im Thunersee schwimmen, sind mit dem Schlitten das Niederhorn runtergesaust und haben gemeinsam den ganz normalen Alltag gelebt.

Auf die Frage, ob sie es weiterempfehlen könne, Gastfamilie zu sein, antwortet Myriam Hödl mit einem überzeugten «sehr». Die Voraussetzungen sind in ihren Augen Offenheit, Toleranz und Zeit. «Es ist eine schöne Erfahrung, in einem Jahr jemanden aus einem anderen Land gut kennen lernen zu können», betont Myriam Hödl. Damit sich auch die Eltern mit Gleichgesinnten austauschen können, findet alle zwei Monate ein Gastfamilien-Stammtisch statt, an dem Probleme diskutiert und schöne Erlebnisse ausgetauscht werden.

Denisa Školáková hat bei den Hödls auf jeden Fall eine zweite Familie gefunden, und die Familie Hödl in ihr eine zweite Tochter. Sie freuen sich schon drauf, Denisa einmal in der Slowakei besuchen zu können – und mit Sicherheit wird Denisa auch nicht zum letzten Mal in der Schweiz gewesen sein.

pd/mi/

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