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Eine nasse Hüttensaison geht zu Ende

Ein Drittel der Hütten in den Berner Alpen ist bereits im Winterschlaf. Für die meisten war es ein katastrophaler Sommer. Doch die Hüttenwarte wissen mit der Natur umzugehen und blicken optimistisch in die Zukunft.

Hüttenwartin Daniela Meyer beim Wäsche aufhängen vor der SAC Wildstrubelhütte.
Hüttenwartin Daniela Meyer beim Wäsche aufhängen vor der SAC Wildstrubelhütte.
Bruno Petroni
Wehmütiger Blick gen Himmel: Hüttenwart und Bergführer Willy Romang vor seiner Wildhornhütte. Auf Tischen und Bänken liegt Mitte August Neuschnee, und das hintere Iffigtal ist in dichten Nebel gehüllt.
Wehmütiger Blick gen Himmel: Hüttenwart und Bergführer Willy Romang vor seiner Wildhornhütte. Auf Tischen und Bänken liegt Mitte August Neuschnee, und das hintere Iffigtal ist in dichten Nebel gehüllt.
Bruno Petroni
«Oft unzuverlässige Wetterprognosen»: Lisa Emmenegger  verabschiedet sich von der Lobhornhütte. Morgen gibt sie ein grosses Abschiedsfest.
«Oft unzuverlässige Wetterprognosen»: Lisa Emmenegger verabschiedet sich von der Lobhornhütte. Morgen gibt sie ein grosses Abschiedsfest.
Bruno Petroni
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«Gerade mal vier Alpinisten standen in diesem Sommer auf dem Gipfel des Schreckhorns.» Rosmarie Balmer und Ehemann Hans, seit 35 Jahren Hüttenwarte in der Schreckhornhütte, haben ihre schlechteste Sommersaison hinter sich. Dasselbe gilt für Monika Lüthi, seit 19 Jahren Hüttenwartin in der Windegghütte. Sie hat für das zu Ende gehende Geschäftsjahr nur ein Wort übrig: «Himmeltraurig.» Einbussen von 40 Prozent bei den Übernachtungen und praktisch keine Tagesgäste beklagt auch Peter Schläppi von der Gelmerhütte. Immerhin hofft er nun noch auf drei schöne Oktoberwochen. Gar 80 Prozent Ausfall bei den Tagesgästen gab es für die Wildstrubelhütte. «Dies, weil in diesem Sommer die Luftseilbahn Plaine-Morte wegen der Grosssanierung nicht lief», weiss Hüttenwartin Daniela Meyer. «Ansonsten habe ich 400 Übernachtungen weniger als letztes Jahr, das jedoch ein Superjahr war», so Meyer. Ein Drittel weniger Umsatz registrierten auch Cyrille Zwicky in der Dossenhütte und Müllers in der Lauteraar und sogar nur 50 Prozent Richard Walker in der Oberaletschhütte.

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