Eine Einsprache gegen neues Burgerheim

Thun

Ein Nachbar hat gegen das Baugesuch für ein neues Pflegeheim der Burgergemeinde Thun Einsprache erhoben. Ob das Projekt erneut verzögert wird, ist offen.

Wie auf dieser Visualisierung soll dereinst der Neubau des Burgerheims in Steffisburg aussehen.<p class='credit'>(Bild: zvg/Brügger Architekten)</p>

Wie auf dieser Visualisierung soll dereinst der Neubau des Burgerheims in Steffisburg aussehen.

(Bild: zvg/Brügger Architekten)

Die Burgergemeinde Thun will ihr Alters- und Pflegeheim an der Bernstrasse (Steffisburg) durch einen Neubau mit 72 Plätzen ersetzen. Ausserdem sind in einem separaten Bau weitere 31 Seniorenwohnungen, eine Einstellhalle und an der Schüür ein neuer Anbau vorgesehen. Dafür musste eine Überbauungsordnung (ÜO) geschaffen werden. Dagegen hat ein Nachbar Einsprache erhoben und das Projekt verzögert.

Dieser hat nun auch gegen das Baugesuch eine, wie Regierungsstatthalter Marc Fritschi auf Anfrage mitteilte, «umfangreiche» Einsprache eingereicht. «Wir hoffen, dass das Bauprojekt dadurch nicht weiter verzögert wird – Leidtragende wären vor allem die Bewohner des neuen Wohn- und Pflegeheims», sagt Christoph Spichiger, Verwalter Burgergemeinde Thun.

Hauptsächliche Einsprachegründe sind: Es gebe zu wenig oberirdische Parkplätze. Solche sind, zugunsten von mehr Grünfläche, in einer Einstellhalle vorgesehen, auch für Besucher und Schüür-Gäste. Weitere Kritikpunkte: Die denkmalgeschützte Häusergruppe werde zu wenig geschützt, der Schüür-Charakter gehe verloren, und der Pflegeheimbau passe nicht ins Gesamtbild.

Fakt ist: Die Denkmalpflege ist in die Projektierung einbezogen worden und hat grünes Licht gegeben. Und der Abbruch des Metall-Wintergartens gibt die Möglichkeit, durch einen neuen Anbau dem ursprünglichen Charakter wieder näher zu kommen. Der Einsprecher bemängelt auch, dass die ÜO noch nicht rechtens und das Bauprojekt damit nicht bewilligungsfährig sei. Die ÜO liegt beim kantonalen Amt für Gemeinden (AGR) zum Entscheid.

So geht es weiter

Die Burgergemeinde Thun muss dem Regierungsstatthalter bis Mitte Juni eine Stellungnahme zur Einsprache abgeben. Wenn sowohl der Entscheid des AGR als auch noch fehlende Fachgutachten vorliegen (unter anderem Naturgefahren Zulg), wird dieser entscheiden, ob eine Einspracheverhandlung einberufen wird oder ob er selbstständig entscheiden kann.

Vorausgesetzt, die Baubewilligung liegt bis im Herbst vor, möchte die Burgergemeinde mit dem 49-Millionen-Projekt noch in diesem Jahr beginnen. Und wenn alles rundläuft, könnte die Überbauung Anfang 2018 fertig sein.

Thuner Tagblatt

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