«Ein sehr emotionales Turnier»

Gstaad

Dem Wetter zum Trotz war die 13.Ausgabe des Beachvolley Grand Slam ein Erfolg. Nebst der Bronzemedaille der Schweizer Damen und vielen attraktiven Spielen war auch der Abschied von Sascha Heyer voller Emotionen.

Das «Gstaadion» brodelt: Die Stimmung am Beachvolley Grand Slam in Gstaad war einmal mehr grossartig.

Das «Gstaadion» brodelt: Die Stimmung am Beachvolley Grand Slam in Gstaad war einmal mehr grossartig.

(Bild: zvg)

Die ganze Woche war aus sportlicher Sicht ein stetiges Auf und Ab: In der Qualifikationsrunde schafften es fast alle Schweizer Teams in das Hauptfeld. «Es ist schön zu sehen, dass starker Nachwuchs heranwächst», freute sich der Direktor des Turniers, Ruedi Kunz, über die guten Leistungen. Sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern starteten also vier Teams in die Gruppenspiele. Diese überstanden alle Frauenteams und drei Herrenteams. Nach dieser positiven Überraschung schieden jedoch nach und nach fast alle Schweizer Teams aus dem Wettkampf aus – bis auf das beste Schweizer Damenteam: Der Höhenflug zur Bronzemedaille von Nadine Zumkehr aus Frutigen und Simone Kuhn aus Luzern war der absolute Höhepunkt des Turniers.

Auch wettertechnisch hatte die Beachwoche viel Abwechslung zu bieten: Zu Beginn des Turniers sonnig und warm, lockte das nasse Wetter am Donnerstag und Freitag weniger Zuschauer an. Am Samstag jedoch strahlte passend zum Schweizer Bronzemedaillengewinn wieder die Sonne über dem «Gstaadion».

Emotionaler Abschied

Zur emotionalen Achterbahn wurde das Turnier für den langjährigen Topbeachvolleyballer Sascha Heyer: Nach zwölf aktiven Jahren beendet der ehemalige Europameister und heuer erneute Olympiateilnehmer nach dieser Saison seine Karriere. In Gstaad, wo der Zürcher in dieser Woche bereits im Sechzehntelfinal ausschied, wurde er am Samstag auf dem Center Court gebührend verabschiedet.

Als Andenken erhielt er eine «Saane Giba», ein handgefertigter Holzschlitten, mit der Inschrift «Sascha, danke für 12 Jahre» und der Einladung, das Saanenland auch mal in der Winterzeit zu besuchen. Vielleicht sieht man im kommenden Winter den 2,03-Meter-Mann auf schnellen Kufen.

Emotionaler Direktor

Am Finalsonntag resümierte Turnierdirektor Ruedi Kunz: «Es war wiederum ein erfolgreiches und sehr emotionales Turnier.» Trotz zweier Regentage hätten rund 38'000 Zuschauer – 2000 weniger als letztes Jahr – das Sportspektakel live mitverfolgt.

Nebst vielen «Stammgästen» hätten die guten Schweizer Leistungen neue Fans angezogen: «Die Bronzemedaille von Kuhn/Zumkehr hat die Emotionen noch weiter in die Höhe getrieben», meinte Ruedi Kunz. Doch auch Gstaad selbst habe eine grosse Anziehungskraft auf die weltbesten Beachvolleyballer: «Trotz leichten Verletzungen und Olympiavorbereitung wollten alle Teams unbedingt in Gstaad spielen», erklärte er. Das hohe Ansehen, dass das Alpenturnier bei den Spielern hat, erklärt Kunz so: «Bei uns steht der Sport und der Spieler im Vordergrund. Nicht das Drumherum.» Zudem würden kleine Merkmale wie Landschaft, Betreuung, Leidenschaft und Herzblut den Anlass in Gstaad ausmachen. «We had a great week in this wonderful location», fasste der Goldmedaillengewinner Sean Rosenthal das Turnier zusammen: eine grossartige Woche in einer wunderschönen Umgebung.

Berner Zeitung

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