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Ein Opfer wagt den Schritt aus der Dunkelheit

Als Kind und junge erwachsene Frau ist S.O.* aus der Region Thun mehrmals von verschiedenen Männern sexuell missbraucht worden. Nach langem inneren Kampf redet sie nun erstmals öffentlich über ihr Schicksal. S.O. ist dabei, eine Selbsthilfegruppe für Leidensgenossinnen zu gründen.

S.O.* aus der Region Thun wurde in ihrer Kindheit sexuell missbraucht. Nun redet sie erstmals öffentlich über ihr Schicksal.
S.O.* aus der Region Thun wurde in ihrer Kindheit sexuell missbraucht. Nun redet sie erstmals öffentlich über ihr Schicksal.
Patric Spahni

S.O.* aus der Region Thun wuchs zusammen mit drei Brüdern auf einem Bauernhof auf. Als sie sieben Jahre alt war, starb ihr Vater bei einem Arbeitsunfall. Im selben Alter geschah es zum ersten Mal: Als O.s Mutter eines Abends weg war, übernahm der Onkel, der gleich nebenan wohnte, wie üblich den Kinderhütedienst. Bei dieser Gelegenheit missbrauchte er das 7-jährige Mädchen sexuell. Im Gegensatz zu ihren Brüdern, deren Betten sich alle im gleichen Raum befanden, hatte O. ein eigenes Schlafzimmer. Deshalb blieb der Übergriff völlig unbemerkt. In der Folge wiederholte der Onkel die Tat stets dann, wenn die Mutter wieder unterwegs war, «also sicher zwei bis drei Mal pro Monat», wie O. heute erzählt.

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