«Ein Museum war Jackos Traum»

Steffisburg

Am Wochenende wurde in Steffisburg das erste Michael-Jackson-Museum Europas eröffnet. Die Wirtsfamilie Linder erweckt in der «Brasserie 98» die Erinnerungen an den verstorbenen «King of Pop».

Eröffnung des King-of-Pop-Museums in der «Brasserie 98» in Steffisburg: Jacko-Kenner Thomas Käppeli (vorne rechts) begrüsste die zahlreich erschienenen Besucher.

Eröffnung des King-of-Pop-Museums in der «Brasserie 98» in Steffisburg: Jacko-Kenner Thomas Käppeli (vorne rechts) begrüsste die zahlreich erschienenen Besucher.

(Bild: Werner Wanzenried)

Michael-Jackson-Fans versammelten sich am Freitag zur Eröffnungsfeier des ersten Michael-Jackson-Museums Europas. Seit Samstag, dem Tag, an dem der Star seinen 51.Geburtstag gefeiert hätte, können Jackson-Begeisterte in der «Brasserie 98» in Steffisburg einmalige Sammlerstücke bewundern. Der Thuner Unternehmer Thomas Käppeli und der Juniorchef des Lokals, Stephan Linder, stellten gemeinsam den Wallfahrtsort auf die Beine. Das Museum stelle eine Bereicherung für die Region dar und werde hoffentlich auch Touristen anziehen, sagte Wirt Franz Linder. Gäste können also künftig neben Memorabilien und Awards der Poplegende speisen. «Der traditionelle Familienbetrieb wird aber unverändert weitergeführt», betonte der Wirt. Linders sind leidenschaftliche Sammler. In ihrem Restaurant sind Bilder von Künstlern und verschiedenste Autogramme ausgestellt. Schon im Winter kaufte die Familie Thomas Käppeli einige Stücke aus seiner Jackson-Sammlung ab. Damals geisterte die Idee eines Museums herum, jetzt wurde sie umgesetzt.

Besuch in Gstaad

Seit dreissig Jahren ist Thomas Käppeli leidenschaftlicher Michael-Jackson-Fan. «Durch ein Lied auf seiner ersten CD wurde ich Fan. Von dem Tag an habe ich alles gesammelt», erzählte er. Als er vor zehn Jahren seine Bar im Selveareal «King of Pop» taufen wollte, nahm er Kontakt zu seinem Idol auf. Mit der Zeit entspann sich eine Freundschaft. «Chäppi» wurde eines Tages von zwei Bodyguards abgeholt und zu Liz Taylors Haus in Gstaad chauffiert. Dort führte er erste Gespräche mit Jackson und lernte dessen Kinder kennen. Später besuchte er den King of Pop in Las Vegas. So kamen verschiedene Unikate und Erinnerungsgegenstände zusammen. «Ein Jackson-Museum zu eröffnen, das war eigentlich Michaels Traum», sagte Käppeli, «er sprach immer von weissen Plättchen und blauem Licht.»

Thomas Käppeli zeigte sich etwas enttäuscht darüber, dass ein Museum erst jetzt, nach dem Tod des Popkönigs, interessant wird. «Eigentlich ist es zu spät», meinte er. Michael Jackson sei für ihn nicht nur einer der grössten Musiker, sondern auch der wunderbarste Mensch. «Ich glaube, er ist heute unter uns.»

Unveröffentlichte Songs

Käppeli spielte diverse Songs vor, darunter auch einige unveröffentlichte Lieder, beispielsweise ein Liz Taylor gewidmetes Geburtstagslied, das Jackson nur einmal gesungen hatte. Und Dany Z und seine Dreamdancers liessen Michael Jackson auf der Bühne aufleben.

Berner Zeitung

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