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Drei Oberländer Gletscher verloren ihre Zungen

971, 1005, 1850 Meter: So viel haben die Zungen vom Trift-, dem Unteren und dem Oberen Grindelwaldgletscher in der jüngsten Messperiode an Länge eingebüsst. Auch der lange und schneereiche Winter 2012/2013 konnte die Gletscherschmelze nicht bremsen.

Der Untere Grindelwaldgletscher kollabiert langsam, aber sicher:  In diesem Bereich bildete sich in den letzten Jahren ein gigantischer Toteisriegel, der sich allmählich vom oberen Teil des Gletschers abtrennte.
Der Untere Grindelwaldgletscher kollabiert langsam, aber sicher: In diesem Bereich bildete sich in den letzten Jahren ein gigantischer Toteisriegel, der sich allmählich vom oberen Teil des Gletschers abtrennte.
Bruno Petroni
Der Obere Grindelwaldgletscher  verlor im August 2013 an der Steilstufe beim Beesibärgli (Mitte, oben) den Kontakt zur Zunge. Entstanden ist ein rund 1850 Meter langer Toteisriegel in der Gletscherschlucht.
Der Obere Grindelwaldgletscher verlor im August 2013 an der Steilstufe beim Beesibärgli (Mitte, oben) den Kontakt zur Zunge. Entstanden ist ein rund 1850 Meter langer Toteisriegel in der Gletscherschlucht.
Bruno Petroni
Die Zunge des Gamchigletschers ist derart zerklüftet, dass  der Wanderweg jetzt über Leitern geführt werden muss.
Die Zunge des Gamchigletschers ist derart zerklüftet, dass der Wanderweg jetzt über Leitern geführt werden muss.
Yvonne Schmoker
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Dem Gletscherdorf Grindelwald schmelzen seine Attraktionen davon: Beim Unteren Grindelwaldgletscher hat sich die flache, schuttbedeckte Zunge in Einzelteile zerlegt. Beim Oberen Grindelwaldgletscher haben sich die Eismassen an der Steilstufe beim Beesibärgli derart ausgedünnt, dass sie den Kontakt verloren haben. Übrig geblieben ist der sogenannte Muttergletscher und ein Toteisriegel mit der Gletscherzunge. Der «Obere» büsste damit auf einen Schlag 1850 von ursprünglich (seit Messbeginn) 6670 Metern ein; der «Untere» 1005 von 9455 Metern. Die Version Steilstufe passierte auch beim Triftgletscher. Er verlor 971 von 7674 Metern. Der Gletscher im Sustengebiet schwand in den Jahren 2001 bis 2010 bekanntlich um 868 Meter. 870 Meter verlor in der Messperiode 2011/2012 auch der benachbarte Steinlimigletscher.

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