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Die Ermittlungen zum Brand werden lange dauern

Nach dem Grossbrand von Freitag in Oberdiessbach werden immer mehr Details zur abgebrannten Halle bekannt. Am Montag nahmen Brandspezialisten die Ermittlungen auf.

Solange die Brandursache nicht geklärt ist, muss mit der Aufräumarbeit zugewartet werden.
Solange die Brandursache nicht geklärt ist, muss mit der Aufräumarbeit zugewartet werden.
Patric Spahni
Ein Bild der Zerstörung: Die Gewerbehalle an der Burgdorfstrasse in Oberdiessbach  ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Ein Bild der Zerstörung: Die Gewerbehalle an der Burgdorfstrasse in Oberdiessbach ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Patric Spahni
Peter Senn, Leserreporter
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Drei Tage nach dem Grossbrand in Oberdiessbach lässt sich ein immer klareres Bild der Halle vor dem Brand zeichnen. Nebst Abstellplätzen und Hobbywerkstätten befand sich im Gebäude auch das Metallbaugeschäft von Christian Weber. Nichts ist davon übrig geblieben. «Ich stehe wieder auf Feld eins», sagt der Jungunternehmer, der sich erst vor eineinhalb Jahren selbstständig gemacht hatte. «Ich versuche nun, zumindest die laufenden Aufträge irgendwie zu erfüllen.» Er habe bereits Angebote erhalten, wo er sich vorübergehend einnisten könne. «Was danach kommt, ist noch völlig offen.»

Treffpunkt für Jazzer

Auch für viele Jazzmusiker und deren Fans war das Gebäude mehr als eine Lagerhalle. «Immer am letzten Mittwoch des Monats haben wir dort eine Jamsession abgehalten», erzählt der Klarinettist Pesche Baumgartner. «Da haben 10 bis 15 Jazzmusiker für ihre Fans und zur Freude gespielt, was immer eine lockere, zufriedene Sache war.» Mit grosser Leidenschaft habe der Mieter Hans-Rudolf Streit der Halle Leben eingehaucht. «Was das Feuer zerstört hat, lässt sich nicht ersetzen, zumindest nicht ideell», sagt er. Aus Solidarität mit «Johnny» Streit haben Baumgartner und der Posaunist Lemi Gsteiger kurzerhand ein Solidaritätskonzert auf die Beine gestellt: Am Mittwoch, 27.März, ab 20 Uhr findet im Restaurant Löwen in Oberdiessbach eine öffentliche Jamsession statt. «Wir erwarten so viele Jazzer wie noch nie.» Das Geld der Kollekte werde «Johnny» Streit übergeben.

Die Untersuchungen laufen

Derweil begannen die Spezialisten des Dezernates Brände und Explosionen der Kantonspolizei gestern Vormittag mit der Arbeit, wie Mediensprecher Andreas Hofmann mitteilte. «Weil noch Glutnester vorhanden waren, konnten die Ermittler die Untersuchungen nicht vorher aufnehmen.» Aufgrund der Grösse des Geländes dürfte sich die Ermittlung der Brandursache in die Länge ziehen. «Auch zur Schadenssumme können wir noch keine Angaben machen», sagte Hofmann.

Liegenschaftsbesitzer Bruno Wittwer wollte den Äusserungen des Mieters indes nichts beifügen: «Er hat gesagt, was es momentan zu sagen gibt.» Streit bangt nach dem Feuer um seine Existenz.

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