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Der neue Trail ist «knackig»

Zwischen Oberschwanden und Kienholz wurde eine Strecke ausschliesslich für Mountainbiker geschaffen und am Samstag eröffnet.

Endlich sorglos biken, ohne Wanderer zu gefährden: Für Fussgänger hat es am Lammbach einen Steg, für Freerider eine Furt. Wanderwege und Trail sind auf der ganzen Strecke zwischen Oberschwanden und Kienholz klar getrennt.

Der Trail beginnt bei der Postautohaltestelle Oberschwanden und führt erst rechts, dann links vom Lammbach durch den Wald bis zum Kreuzweg im Kienholz hinunter – ein Parcours mit 1200 Meter Länge und 140 Meter Höhendifferenz. Es geht über Stock und Stein, und zusätzlich sind Buckel und Tümpel, Rampen, Schanzen, abenteuerliche Überführungen und Steilkurven eingebaut.

Das Risiko fährt mit

«Die Benutzung der Strecke erfolgt auf eigenes Risiko», steht am Start auf einer Tafel. «Die IG Bergvelo und die Landbesitzer lehnen bei Unfällen jede Haftung ab.»

Landbesitzer sind die Burgergemeinden Schwanden und Brienz. Zusammen mit anderen Behörden haben ihre Vorstände dem Bau des Trails zugestimmt. Der vor vier Jahren gegründete Verein IG Bergvelo legte sich darauf kräftig ins Zeug.

Seit vergangenem März arbeiteten Samstag für Samstag um die zwanzig junge Leute im Lammbach-Wald, legten schmale Gassen frei, bauten Hindernisse, die von weniger geübten Bikern allerdings oft auch umfahren werden können, überzogen die Bretter auf Brücken und längeren Viadukten mit Drahtgeflecht, setzten Warntafeln und Abschrankungen.

Erster Trail der Region

IG-Bergvelo-Präsident Jürg Wiedmer aus Unterseen ist glücklich, dass sein Traum von einem ersten Biketrail im östlichen Berner Oberland verwirklicht werden konnte. «Freizeit und Erholung haben im Wald am Lammbach eine Vorrangfunktion», sagt er. «Die Regionalplanung, die Waldabteilung, ja alle Behörden haben das Projekt hier begrüsst.»

Zur Eröffnung des Trails im strömenden Regen am Samstag dankte Jürg Wiedmer auch den vielen Körperschaften und Firmen, die den Trail gesponsert hatten, und schickte die ersten Cracks auf den holprigen Weg. Vom Kienholz führte ein Kleinbus die jungen Leute zum Start zurück, so oft sie dies wünschten.

Nur positive Urteile

Auf ihrer Internethomepage schreibt die IG Bergvelo von einem «knackigen Feierabendtrail». Für den Sommer trifft das zu. Fahrten in der Dämmerung oder gar im Dunkeln sind aber verboten – sie könnten allzu knackig werden. Ebenfalls im Internet findet sich das Urteil eines Bloggers: «Die absolute Rütteläkkschn.» Zu den Sponsoren des neuen Trails gehört auch die reformierte Kirchgemeinde Brienz. Johannes Grossniklaus, ihr Präsident, sagte am Samstag: «Wir haben das diskutiert und sind zum Schluss gekommen, die Jugend verdiene den Beitrag.» Und am Kreuzweg im Kienholz, wo ein Biker nach dem andern nass und dreckig aus dem Wald bog, meinte eine ältere Frau: «Schon recht. Sollen die das doch machen, wenn sie Freude daran haben.»

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