Thun

Dem Platz neues Leben eingehaucht

ThunDen Viehmarktplatz neu beleben möchte die Stadt Thun schon lange. Gehandelt hat nun die Thunerin Jeanette Hänni in Eigeninitiative. Am Donnerstag eröffnete sie ihr Bistro für Jung und Alt.

Der umgestaltete Viehmarktplatz soll mit seinen 15 Aussentischen, Billard, Pétanque, Tischfussball und Schachbrettern Kunden aller Altersklassen anlocken.

Der umgestaltete Viehmarktplatz soll mit seinen 15 Aussentischen, Billard, Pétanque, Tischfussball und Schachbrettern Kunden aller Altersklassen anlocken. Bild: Benjamin Fritz

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Der Viehmarktplatz erhält neues Leben. Seit Donnerstag ist auf dem seit langem ungenutzten Areal von leichten Erfrischungen bis hin zum dicken Burger alles erhältlich. Die Thunerin Jeanette Hänni eröffnete gemeinsam mit ihrem Partner Marc Zwahlen ihr Bistro. Neben Erfrischungen bieten die beiden Billard, Pétanque, Tischfussball und Schach als Zeitvertreib an.

«Ich habe wahnsinnig Freude», meint Hänni, welche parallel die Funkhouse-Musikbar beim Rathausplatz betreibt. «Es ist alles so gekommen, wie ich es mir vorgestellt habe.» Im neuen Viehmarktplatz steckt nicht nur Herzblut, sondern auch eigener Muskelschmalz. «Wir haben fast alles alleine gemacht, lediglich ein paar Freunde haben zeitweise ausgeholfen», meinte Marc Zwahlen.

Lange Vorgeschichte

Das gestern offiziell gestartete Projekt bedeutet ein neues Kapitel in der Geschichte des Viehmarktplatzes. 2001 war der öffentliche Parkplatz aufgehoben worden – zugunsten einer Carhaltestelle mit Kunstinstallation und Blechpodest. Der Gemeinderat wollte in den folgenden Jahren den Platz beleben und als Begegnungsort etablieren – ohne Erfolg, wie er 2010 in der Antwort auf eine Motion im Stadtrat selber einräumen musste. Ein Ideenwettbewerb für die definitive künftige Nutzung ist derzeit auf Eis gelegt, weil sich die Grossprojekte Bypass Thun-Nord und Gesamtsanierung der Kunsteisbahn Grabengut auf die Zufahrten beim Viehmarktplatz auswirken.

Ein friedlicher Platz für alle

Hännis Ziel ist es, einen Treffpunkt für alle zu etablieren. Sie wünscht sich eine Stimmung wie auf den südländischen Dorfplätzen, wo sich Jung und Alt zum Spiel und zum gemütlichen Beisammensein treffen. Die umliegenden Gastronomiebetriebe möchte sie in ihr Vorhaben mit einbeziehen. «Mit verschiedenen Betreibern habe ich bereits Abmachungen getroffen. Es können also auch Speisen aus den umliegenden Restaurants serviert werden.» Sie möchte so möglichst alle Parteien vom neu belebten Platz profitieren lassen. Für dieses Vorhaben habe Hänni von allen Seiten ein durchwegs positives Feedback erhalten.

Die Öffnungszeiten sind Mittwochs bis Sonntag, von 10 bis 22 Uhr. Je nach Nachfrage lässt sich Hänni offen, die Zeiten noch anzupassen. (brf/mik)

Erstellt: 04.06.2015, 09:39 Uhr

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