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Das Pro-Komitee fürs Parkhaus macht mobil

Es dauert zwar noch fünf Monate bis zur Volksabstimmung über das Parking Schlossberg: Doch das Pro-Komitee lancierte bereits seine Kampagne. Das Präsidium teilen sich Unternehmer Thomas Frieden und IGT-Präsident Patrick Aeschbacher.

Sie läuteten gestern den Abstimmungskampf fürs Parking Schlossberg ein (v.l.): Das Pro-Komitee mit Konrad Hädener, René E. Gygax, Patrick Aeschbacher, Hans-Ulrich Müller, Peter Dütschler, Thomas Frieden und Louis Krebser posiert in der Oberen Hauptgasse, wo der Fussgängerzugang zum Parkhaus geplant ist (rosafarbenes Haus links, Nummer 29).
Sie läuteten gestern den Abstimmungskampf fürs Parking Schlossberg ein (v.l.): Das Pro-Komitee mit Konrad Hädener, René E. Gygax, Patrick Aeschbacher, Hans-Ulrich Müller, Peter Dütschler, Thomas Frieden und Louis Krebser posiert in der Oberen Hauptgasse, wo der Fussgängerzugang zum Parkhaus geplant ist (rosafarbenes Haus links, Nummer 29).
Patric Spahni

Am 25.November 2012 stimmen die Thuner Stimmberechtigten über das Parking Schlossberg ab, konkret über den Beitrag der Stadt in Höhe von 6 Millionen Franken. Bereits gestern stellte sich das Pro-Komitee Parking Schlossberg vor. Präsidiert wird das siebenköpfige Führungsgremium von Thomas Frieden (Unternehmer) und Patrick Aeschbacher (Präsident der Innenstadtgenossenschaft IGT). Der Komiteeleitung gehören weiter an: Peter Dütschler (Präsident Thun-Thunersee Tourismus/Stadtrat FDP), René E.Gygax (Alt-Chefredaktor «Thuner Tagblatt»), Konrad Hädener (Unternehmer/Stadtrat CVP), Louis Krebser (Inhaber/Geschäftsführer Krebser AG) und Hans-Ulrich Müller (Investor Schlossberg). Die Mitglieder des Pro-Komitees sind überzeugt, dass Thun das neue Parking braucht und der Schlossberg der ideale Standort ist. «Für Thun ist dies ein Jahrhundertprojekt. Durch die Umnutzung von Innenstadt-Parkplätzen wird Fläche frei, und die Altstadt wird attraktiver für Handel, Dienstleister und Bewohner», sagte Thomas Frieden gestern an einer Medienorientierung. Die Innenstadt werde damit nachhaltig aufgewertet.

Rund um das geplante Vorhaben seien alle Nachweise zur Machbarkeit erbracht, und sämtliche Auflagen seien erfüllt. Die Planung wurde vom Kanton geprüft. «Das Projekt hat bereits in der Mitwirkung eine breite Zustimmung gefunden. Das stimmt im Hinblick auf die Abstimmung im November zuversichtlich», meinte Frieden. Das Parking Schlossberg fördere im Interesse Thuns eine verkehrsarme und noch attraktivere Innenstadt mit weniger Parkiersuchverkehr, weniger Stau.

«Zeitpunkt absolut perfekt»

«Das ist eine typische Win-win-Situation für alle», ergänzte Patrick Aeschbacher. Die IGT unterstütze das Vorhaben. Der Zeitpunkt sei in jeder Hinsicht absolut perfekt. «Das Parking Schlossberg muss jetzt gebaut werden», meinte Aeschbacher. Er macht sich aber keine Illusionen, dass es auch Kritiker des Projekts gibt (vgl. Kasten). «Das Thema eignet sich für polemische Voten, deshalb wollen wir schon jetzt aktiv informieren», sagte Aeschbacher.

Das Pro-Komitee Parking Schlossberg hat deshalb bereits eine eigene Website aufgeschaltet. Unter www.parking-schlossberg.ch gebe es alle Informationen rund um das Projekt. Das Komitee wolle auch auf kritische Fragen Antworten liefern. «Wir erreichen das Ziel nur mit offener Kommunikation», erklärte Thomas Frieden. Es sei anzunehmen, dass vor allem die Aufhebung von Parkplätzen in der Innenstadt noch zu reden geben wird. Ein Grund für den frühen Zeitpunkt des Kampagnenstarts sei auch die Vergrösserung des Komitees. In den nächsten Tagen werden nun mehrere Hundert Persönlichkeiten angeschrieben, welche im Pro-Komitee das Vorhaben unterstützen sollen. «Eine breitangelegte Kampagne ist aufgegleist, die Aktionen werden bald ausgelöst», sagte Frieden.

Auch Müller ist dabei

Das neue Parkhaus ist auch für den Schlossberg-Investor Hans-Ulrich Müller ein Gewinn, weshalb er sich ebenfalls im Pro-Komitee engagiert. «Dank dem Parking wird künftig der Schlossberg mit einem attraktiveren Zugang mit Lift ausgestattet. Zu Fuss wird der Schlossberg künftig für alle einfacher erreichbar sein», sagte Müller. Mit dem Parkhaus könne die Parkplatzproblematik auf dem Schlossberg gelöst und so auch die touristische Attraktivität gesteigert werden.

Läuft alles nach Plan, ist frühestens im Herbst 2014 Baubeginn. Nach dreijähriger Bauzeit könnte das neue Parking Schlossberg dann im Herbst 2017 in Betrieb genommen werden. Hauptinitiantin, Hauptinvestorin und Bauherrin des 40 bis 45 Millionen Franken teuren Bauwerks mit 300 bis 350 Parkplätzen ist die Parkhaus Thun AG.

Mit der Realisierung des Parkhauses würde laut Frieden ein grosser Traum in Erfüllung gegen. Denn die erste Studie für ein Parkhaus wurde vor genau fünfzig Jahren erstellt.

Thuner Tagblatt/rdh

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