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Das Gletschergeschiebe fordert die Fachleute

Der Gletschersand unter dem Oberen Grindelwaldgletscher wurde vom Bund zu Studienzwecken für künftige Naturgefahrenkonzepte ausgesucht. Vor allem das Geschiebemanagement dürfte in den nächsten Jahren zu einer Knacknuss werden.

Die Schwarze Lütschine vor 3 Jahren: Mehrere Hochwasser nach Ausbrüchen des Gletschers machten eine umfangreicheSanierung der Bachböschung nötig. Der Campingplatz Gletscherdorf  war vorübergehend geschlossen.
Die Schwarze Lütschine vor 3 Jahren: Mehrere Hochwasser nach Ausbrüchen des Gletschers machten eine umfangreicheSanierung der Bachböschung nötig. Der Campingplatz Gletscherdorf war vorübergehend geschlossen.
Bruno Petroni
Die Schwarze Lütschine heute: Ein 400 Meter langer Schutzdamm soll das Gewässer auch bei künftigenAusbrüchen des Oberen Grindelwaldgletschers im Zaum halten.
Die Schwarze Lütschine heute: Ein 400 Meter langer Schutzdamm soll das Gewässer auch bei künftigenAusbrüchen des Oberen Grindelwaldgletschers im Zaum halten.
Bruno Petroni
Verwahrlost und aufgegeben: Der Leiternweg zum Hehlischopf (Hintergrund) und dessen Zugangsrampe im Gletschersand.
Verwahrlost und aufgegeben: Der Leiternweg zum Hehlischopf (Hintergrund) und dessen Zugangsrampe im Gletschersand.
Bruno Petroni
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Seit fünf Jahren hält der Obere Grindelwaldgletscher die Sicherheitsverantwortlichen der Gemeinde Grindelwald auf Trab. Und auch talauswärts bis hinunter zum Brienzersee mussten die Feuerwehren nach Gletscherausbrüchen schon mehrmals ausrücken; die Weiler Aspi und Schwendi entlang der Lütschine wurden auch bereits überflutet. So stürzten im August 2011 nach einem Gletscherausbruch Wassermassen mit einem Volumen von 75 Kubikmeter pro Sekunde daher. Auch Armee und Zivilschutz waren wiederholt im Einsatz. Zuvor sorgte bereits der Untere Grindelwaldgletscher für Besorgnis: Nach dem 400'000 Kubikmeter grossen Bergsturz von der Schlossplatte hatte sich dort ein grosser Gletschersee mit bis zu 2,5 Millionen Kubikmeter Volumen gebildet, der mehrmals spontan auslief und zeitweise die Sperrung der Gletscherschlucht erforderte. Sogar ein über 10 Millionen Franken teurer Entlastungsstollen wurde bekanntlich gebaut.

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